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Schüler kreieren eigenen Mikrochip

Jannik Rathjen (li.) und Tjark Gröhn (17) setzten sich in einem Feld vom mehr als 1.500 Schülern durch (Foto: VDE)
bc. Buxtehude. Straßen ohne Lkw: Eine Vorstellung die Tjark Gröhn (17) und Jannik Rathjen (17) vom Gymnasium Süd in Buxtehude mit zwei weiteren Mitschülern auf eine innovative Idee brachte. Sie planten ein autonomes schienenbasiertes Transportsystem. „So soll die Umwelt entlastet sowie Kosten und Zeit eingespart werden", erklärt das Team. Bei dem System handele es sich um eine kleine Version heutiger elektrischer Züge, die in einem unterirdischen Gleissystem fahren und Güter palettenweise transportieren.

Ihr Konzept überzeugte die Jury des Nachwuchswettbewerbs „Invent a Chip“. Die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Verbandes der Elektrotechnik (VDE) sucht ausgefallene Schülerideen für Mikrochips. Tjark Gröhn und Jannik Rathjen setzten sich in einem Feld von mehr als 1.500 Schülern der Klassen 8 bis 13 durch.

Insgesamt waren 3.100 allgemein- und berufsbildende Schulen zur Teilnahme am Wettbewerb aufgerufen. Das Buxtehuder Team hat jetzt die Chance, einen eigenen Mikrochip zu kreieren. „Mich interessieren Zukunft und Innovation. Computerchips und Technik gehört die Zukunft und das macht es sehr spannend“, sagt Tjark Gröhn.

Experten werden ihnen nun die notwendigen Schritte zur Chipentwicklung zeigen und das technische Know-how vermitteln. Mit elf weiteren Teams lernt das Duo Chipdesign in einem dreitägigen Workshop am Institut für Mikroelektronische Systeme (IMS) der Leibniz Universität Hannover.

Nach dem Workshop bleibt den Teilnehmern bis September Zeit für ihr Projekt. Danach werden die besten und originellsten Chip-Entwürfe von einer Jury nominiert und am 14. Oktober auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress in Aachen prämiert.

Neben attraktiven Geldpreisen bis zu 3.000 Euro lockt die Aufnahme in das Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. „Anfangs waren wir skeptisch, ob wir diese Idee verwirklichen können und auch wollen. Wir haben es dann einfach versucht und jetzt sind wir im Workshop“, freut sich Tjark Gröhn.

• Weitere Informationen unter www.invent-a-chip.de