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Sparkasse Harburg-Buxtehude muss Schadensersatz zahlen

(bc). Das Landgericht Stade hat die Sparkasse Harburg-Buxtehude zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von insgesamt rund 63.300 Euro verurteilt. Eine Kundin aus Hollenstedt wollte für ihren Ruhestand und den ihres Ehemannes 60.000 Euro anlegen.

Nach Angaben der Rechtsanwälte-Partnerschaft Hahn hat die Klägerin der Sparkasse Harburg-Buxtehude insbesondere zum Vorwurf gemacht, keine für die Rentenvorsorge geeigneten Kapitalanlagen empfohlen zu haben, sondern unternehmerische Beteiligungen mit einem Totalverlustrisiko.

Die Klägerin hatte 2005 im Anschluss an die Beratung der Sparkasse eine Beteiligung an dem Lebensversicherungsfonds "HSC Optivita UK II GmbH & Co. KG" in Höhe von 30.000 Euro zuzüglich fünf Prozent Agio gezeichnet. Zusätzlich zeichnete die Klägerin 2006 auf Anraten der Sparkasse eine weitere Beteiligung in Höhe von 30.000 Euro an der "HSC Optivita Deutschland VI GmbH & Co. KG".

Auf WOCHENBLATT-Anfrage verweist die Sparkasse auf das Bankgeheimnis. Sie könne konkret zu einem schwebenden Verfahren nichts sagen. Nur soviel: "Nach dem aktuellen Stand der Dinge werden wir Rechtsmittel einlegen, weil wir der Überzeugung sind, dass das Urteil nicht korrekt ist", sagt Vorstandssprecher Andreas Sommer. Das heißt: Die Sparkasse bemüht die nächste gerichtliche Instanz.

Das Landgericht Stade hat der Schadensersatzklage mit der Begründung stattgegeben, die Sparkasse habe die Anlegerin nicht ordnungsgemäß über die tatsächliche Höhe der Rückvergütungen informiert. Sie habe der Klägerin verschwiegen, dass sie für die Vermittlung der Beteiligungen acht Prozent Provisionen erhält.