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Spende der Bruderschaft "Original Gangster" nicht willkommen?

Steve Reed hatte den Scheck für die Spendenübergabe bereits fertig - zur Übergabe kam es aber nicht.

tk. Buxtehude. "Die Kinder tun mir leid", sagt Steve Reed. Er ist Mitglied der Bruderschaft "Original Gangster" (OG). Die Gruppe hatte kürzlich bei einem Boxevent in der Horneburger Festhalle Geld gesammelt und wollte insgesamt 600 Euro dem Kinderforum Sagekuhle spenden (das WOCHENBLATT berichtete). "Das Geld war nicht willkommen", kritisiert Reed.

Der Stadtjugendring, Träger des Kinderforum, habe Bedenken gehabt. Was OG-Mitglied Reed ärgert: Ein Übergabetermin sei schon vereinbart gewesen und wurde dann wieder abgesagt. Der Stadtjugendring habe prüfen müssen, "ob die Kohle koscher ist", zitiert Reed aus E-Mails und Gesprächen.
Achim Biesenbach, Vorsitzender des Stadtjugendrings, verteidigt das Vorgehen: Wenn man Spender nicht kenne, müsse man sie überprüfen. Dass das nicht so schnell gegangen sei, liege daran, dass der Stadtjugendring ehrenamtlich arbeite.
Für Steve Reed ist das Gezerre um die Spende schon deshalb unverständlich, weil mehrere OG-Mitglieder in der Sagekuhle wohnen, ihre Kinder auf dem Platz des Kinderforums spielen. Weil die Bruderschaft schon im Vorfeld angekündigt hatte, der Einrichtung Geld zu spenden, findet Reed das lange Hin- und Her unnötig.
Dass die Bruderschaft OG, gegründet im Knast, bei manchen Zeitgenossen einen schlechten Ruf genießt, weiß Steve Reed. Statt auf Mails und Anrufe gar nicht oder spät zu reagieren, sei es in Zukunft aber besser, direkt miteinander zu reden. "Wir sind transparent", sagt er.