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Spielhallen-Chefin sucht Diebe

Dagmar Hagel betreibt seit zweieinhalb Jahren einen Spielsalon in Buxtehude. Der Einbruch hat sie an den Rand der wirtschaftlichen Existenz gebracht. Die Täter haben acht Automaten geknackt
bc. Buxtehude. Münzen klimpern, Automaten blinken, Soundeffekte tönen durch den schummrigen Raum. Alltag in einer Spielhalle. Auch im Buxtehuder Spielsalon gegenüber dem Amtsgericht scheint alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Doch Inhaberin Dagmar Hagel (46) hat große Sorgen. Bei ihr wurde eingebrochen. Gute 15.000 Euro Kleingeld haben die Täter aus acht Spielautomaten gestohlen, weitere 10.000 Euro Schaden angerichtet. Ein riesiger Verlust, der Dagmar Hagel an den Rand ihrer wirtschaftlichen Existenz bringt. Das Problem: Der Schaden ist nicht versichert.

Eine Ausnahmesituation für die Geschäftsfrau. Was sie auf die Palme bringt, ist die angebliche Untätigkeit der Polizei, die ihrer Meinung nach die Ermittlungen verschleppt. "Ich habe einen konkreten Tatverdacht geäußert, dem die Beamten nicht nachgegangen sind. Es wurden noch nicht einmal meine Mitarbeiterinnen befragt", schimpft Dagmar Hagel. Zudem gebe es Aufnahmen einer Videoüberwachungsanlage, auf der zwei Männer schemenhaft zu erkennen seien - der eine Täter sogar unmaskiert. Hagel fragt: "Warum werden die Fotos nicht zu einer öffentlichen Fahndung herausgegeben?"

Der Einbruch liegt bereits zwei Monate zurück. In der Nacht vom 15. auf den 16 Juli stieg das Täter-Duo offensichtlich mit Hilfe eines zuvor geklauten Spielhallen-Schlüssels ein. Dagmar Hagel vermutet eine frühere Mitarbeiterin als Drahtzieherin des Diebstahls. Beweisen kann sie es jedoch nicht. "Die Täter haben genau gewusst, wo sie suchen müssen", so die Geschädigte.

Polizeisprecher Rainer Bohmbach möchte eigentlich mehr zu den Details in dem Fall sagen, darf es aber nicht. Nur soviel verrät Bohmbach: "Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen."

Dagmar Hagel befürchtet trotzdem, dass das Verfahren eingestellt wird: "Das Geld sehe ich wohl nie wieder." Sie will jetzt für ihre Mitarbeiter Unterstützung bei der Opferhilfe in Stade organisieren. Die Angst geht um.

• Sachdienliche Hinweise an die Polizei in Buxtehude unter Tel. 04161-647115