Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Stadtarchivarin in Buxtehude: Eva Drechsler ist die Neue

Eva Drechsler und Bernd Utermöhlen arbeiten zurzeit noch zusammen im Archiv am Stavenort (Foto: tk)
Die Leitung des Stadtarchivs wechselt im Februar 2018 in neue Hände

tk. Buxtehude. An ihr kommt niemand vorbei, der tief in die Buxtehuder Geschichte einsteigen und Quellen sowie Urkunden dafür studieren will: Eva Drechsler (39) ist die neue Buxtehuder Stadtarchivarin. Im Februar 2018 übernimmt sie die Leitung des Stadtarchivs am Stavenort. Solange arbeitet sie noch mit ihrem Vorgänger Bernd Utermöhlen zusammen.

Die gebürtige Dithmarscherin freut sich auf ihre neuen Aufgaben. "Die enge Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen, dem Museum und dem Heimatverein ist spannend", sagt Eva Drechsler. Außerdem sei die Hansegeschichte ein sehr spannendes Thema.

Drechsler ist gelernte Archivinspektorin und hat anschließend Geschichte und Archäologie studiert. "Ich bin ein echter Fan von interdisziplinärer Forschung", sagt sie. Für ihre Bachelorarbeit hat sie etwa die Ergebnisse von Ausgrabungen auf einem Friedhof mit Eintragungen in Kirchenbüchern verglichen. Mit überraschenden Ergebnissen: "In den Kirchenbüchern wurden die Menschen älter eingetragen als es die Ergebnisse der Grabung belegen."

In den vergangenen sieben Jahren hat Eva Drechsler im Archiv der Nordkirche gearbeitet und schreibt derzeit an ihrer Masterarbeit.

Auch wenn die neue Stadtarchivarin erst anderthalb Monate in Buxtehude arbeitet, hat sie schon einen bescheidenen Wunsch an die Politik formuliert: Für 280 Euro im Jahr möchte sie die digitalisierten Akten in ein niedersächsisches Datenportal übertragen, sodass Buxtehuder Archivalien dort für alle online zugänglich sind. Eine wichtige Aufgabe für die Zukunft hat sie ebenfalls im Blick: Die Akten über die Hexenprozesse, ein Mahnmal dazu wurde gerade eingeweiht, müssten dringend restauriert werden.
Außerdem will Eva Drechsler für das Arbeiten im Archiv begeistern. Dazu hat sie in der Estestadt gute Voraussetzungen: Viele Schülerinnen und Schüler beteiligen sich am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und für viele führt der Weg ihrer Recherche ins Archiv.