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Stadtwerke Buxtehude investieren fünf Millionen Euro

In diesem Jahr können die Badegäste das Heidebad noch einmal in gewohnter Form genießen. Im kommenden Jahr bleibt es geschlossen
 
"Wir haben es uns nicht leicht gemacht": Stadtwerke-Chef Stefan Babis (v. li.), Bäderbetriebsleiterin Sonja Koch und Stadtwerke-Prokurist Daniel Berheide

Edelstahlbecken und neue Technik im Heidebad in Buxtehude / Kein Schwimmbetrieb in 2019 

ab. Buxtehude.
Kein Schwimmen unter freiem Himmel in 2019, kein Planschen im Sonnenschein oder Sonnen auf der Liegewiese: Das Buxtehuder Freibad bleibt im kommenden Jahr geschlossen. Grund dafür sind massive Sanierungsarbeiten, bei denen ein Schwimmbetrieb ausgeschlossen ist. Voraussichtliche Kosten: fünf Millionen Euro.
Diesem Entschluss sei eine lange Beratungszeit mit vielen Diskussionen vorausgegangen, sagt Stadtwerke-Chef Stefan Babis gegenüber dem WOCHENBLATT.

Schon im Herbst 2016 hatten die Verantwortlichen eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. "Wir haben es uns nicht leicht gemacht", erklärt Babis. Das Heidebad, ein Aushängeschild Buxtehudes und eine beliebte Freizeiteinrichtung, solle nachhaltig saniert werden, "damit auch die nachfolgenden Generationen lange etwas davon haben".

Als Beraterin hat sich das Team Dr. Nicole Riedle vom Wiesbadener Planungsbüro Balneatechnik dazugeholt. Die Ingenieurin ist in der Region keine Unbekannte, hatte sie doch bereits den Umbau des Horneburger Freibades realisiert. Am Ende der Beratungen stand fest: Das in die Jahre gekommene Heidebad sowie die veraltete Technik müsse dringend modernisiert werden, allein schon aus energetischen Gesichtspunkten.

Die ungewöhnliche Trapezform des Beckens stammt noch aus den 70er-Jahren. Rechts und links des Schwimmerbereichs befindet sich derzeit - nur durch Stangen abgetrennt - je ein Nichtschwimmerbecken. Da habe es immer wieder Beschwerden gegeben, weiß Bäderbetriebsleiterin Sonja Koch. Für die Nichtschwimmer ist zukünftig ein einzelnes Becken vorgesehen, das neue Schwimmerbecken soll von acht auf sechs Bahnen verschlankt werden.

Die laut Stadtwerke-Prokurist Daniel Berheide sehr gut gewartete Anlage habe länger als erwartet gehalten. Mitte der 1990er-Jahre sei eine Beckenfolie eingebracht worden, die normalerweise nach 15 Jahren ihren Zenit überschritten hat. Mittlerweile allerdings weise sie massive Schäden auf. Darum werde jetzt in ein pflegeleichtes Edelstahlbecken investiert, mit dem man "die nächsten 40 Jahre gut über die Runden kommen wird", sind die Stadtwerke-Mitarbeiter überzeugt. Ein Durchgang zwischen dem Schwimmer- und dem Nichtschwimmerbecken soll dem Personal die Aufsicht erleichtern.

Um Investitions- und Betriebskosten zu sparen, wird ein Teil der Beckenfläche zurückgebaut. Auf der neugewonnenen Fläche soll dann ein sogenannter Spray-ground eingerichtet werden, eine Art Wasserspiele mit Fontänen und Duschen, die je nach Bedarf und Besuchermenge in Betrieb genommen werden kann. Die Sprungturmanlage soll erhalten bleiben, ebenso die Rutsche und die Spielplatzanlagen.

Um den Schwimmbetrieb für die Freizeit- und die Sportschwimmer das ganze Jahr aufrecht zu erhalten, bleibt das Hallenbad Aquarella im nächsten Jahr geöffnet. Außerdem gibt es Überlegungen, auch den Saunabetrieb ganzjährig anzubieten.

Die Fein- sowie die Ausführungsplanungen werden noch bis Weihnachten dauern, anschließend beginnt die Ausschreibungsphase. Zum Mai 2020 soll das Heidebad wieder geöffnet werden.