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Star-Künstler in Stade

Museumsdirektor Sebastian Möllers (2.v.li.) inmitten der Künstler Jonathan Meese (v.li.), Daniel Richter und Tal R hatte sichtlich Spaß (Foto: bc)
Kunsthaus hofft auf neuen Besucherrekord: Meese, Richter und Tal R stellen im Kunsthaus aus

bc. Stade. Vor wichtigen Ausstellungen werden üblicherweise sogenannte Presse-Previews organisiert - also Vorab-Begehungen für die Medien, um die Veranstaltung angemessen ankündigen zu können. Die Preview am Donnerstag zur Ausstellung "Bavid Dowie" im Stader Kunsthaus geriet dabei zur Comedyshow. Das lag vor allem an den Protagonisten.
Die Star-Künstler Jonathan Meese und Daniel Richter lieferten sich einen teils wirren Schlagabtausch mit denkwürdigen Zitaten. Kostprobe: "Es gibt Leute, die peilen Kunst einfach nicht." Der dritte Künstler im Bunde, Tal R. aus Dänemark, gab dabei eher den intellektuellen Part, versuchte zumindest, die Werke in der Ausstellung, die bereits im Vorfeld für reichlich Furore sorgt, zu erklären. Tenor: "Einige werden sie lieben, einige hassen."
Auf drei Etagen präsentiert das Kunsthaus bis zum 23. September kunterbunte Gemälde und Zeichnungen sowie Skulpturen, die in einer einmaligen Zusammenarbeit entstanden sind. Auch neuere Arbeiten jedes Einzelnen werden gezeigt, ebenso wie zahlreiche persönliche Fundstücke und Kuriositäten, die Meese, Richter und Tal R zusammengetragen haben.Stades Kulturchef und Geschäftsführer der Stade Marketing und Tourismus GmbH, Dr. Andreas Schäfer, hat das Trio nach Stade gelotst. Bereits im Jahr 2006 stellten Meese und Richter in Stade aus. Die jetzige Ausstellung ist Teil einer Ausstellungsserie, die im dänischen Holstebro startete und über Stade weiter ins finnische Espoo zieht. Der 2016 verstorbene Pop-Ikone David Bowie ist Leitstern der Tournee. Der Titel soll der augenzwinkernde Fingerzeig darauf sein, dass drei Künstler sich auf die Suche nach einer gemeinsamen Sprache, einem verbindenden Bewusstsein sowie nach substanziellem Unsinn machen. Die Künstler wenden dabei eine Strategie an, die von Bowie selbst stammen könnte. Es ist ein kaleidoskopartiges zitieren, aneignen und beständiges performen, das die Grenzen zwischen (Künstler-)Subjekt und Kunst-Objekt verschwimmen lässt.
Wichtig scheint aber zu sein, dass man die Intention der Künstler nicht allzu ernst nehmen sollte. Das zeigt auch Daniels Richter Aussage über Stade: "Stade ist ein angenehm niedlicher Ort, in dem die Leute so vor sich hin dösen."
• Das Kunsthaus ist dienstags, donnerstasg und freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs von 10 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Am Pfingstmontag öffnet das Kunsthaus ausnahmsweise von 10 bis 18 Uhr.