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SV Ottensen und der BSV äußern sich zur Sportstättenentwicklung in Buxtehude

BSV-Geschäftsführerin Stefanie Teske (Foto: oh)
lt. Buxtehude. Wie entwickelt sich der "Sportstandort" Buxtehude? Mit dieser Frage hat sich in der Vergangenheit eine eigens gegründete Planungsgruppe beschäftigt. Einig sind sich Vertreter der Vereine sowie aus Politik und Verwaltung darin, dass viele Aufgaben, unter anderem die Schaffung eines neuen Kunstrasenplatzes und der Bau einer neuen Zweifeldhalle, zu bewältigen sind (das WOCHENBLATT berichtete).

Welchen konkreten Handlungsbedarf sehen die Vereine? Das WOCHENBLATT hat beim SV Ottensen und dem BSV Buxtehude nachgefragt. Der BSV ist der größte Sportverein der Stadt und der SV Ottensen leidet besonders darunter, dass der notwendige Kunstrasenplatz aus Kostengründen noch nicht gebaut wurde.

Besonders wichtig sei die Sanierung der bestehenden Sportstätten auf "einen vernünftigen Stand", so Stephan Griebel, Erster Vorsitzender des SV Ottensen. Hier habe Buxtehude erheblichen Nachholbedarf.
Im Vordergrund der Sportstättenentwicklung sollte seiner Ansicht nach auch die Schaffung eines witterungsunabhängigen bespielbaren Sportplatzes (Kunstrasen) stehen. "Die derzeitige Situation ist prekär", so Griebel. Es gebe im Kernbereich Buxtehudes nur den Kunstrasenplatz am Jahnstadion, der ganzjährig bespielbar sei. Das reiche einfach nicht für alle Vereine. Besonders problematisch werde es im Herbst und Winter, da viele Plätze nicht beleuchtet seien.
Gäbe es ausreichend bespielbare Sportplätze, würde das auch die Hallen entlasten, so Griebel. Man könne dann alle Fußballer ab Altersklasse 13 im Winter "draußen lassen" und müsste nicht in die Halle ausweichen, so der Vereinsvorsitzende.
Die Schaffung eines "Vereinssportzentrums" in Buxtehude (Jahnstadion) hält Griebel zwar prinzipiell für eine "schöne Idee", ein solches Projekt habe aber keine besondere Dringlichkeit und sei nicht notwendig.

Dass ein neuer Kunstrasenplatz sowie weitere Hallenkapazitäten geschaffen werden müssen, findet auch BSV-Geschäftsführerin Stefanie Teske. Unter den jetzigen Voraussetzungen habe der Buxtehuder Sport keine Möglichkeit, sich noch vielfältiger und breiter aufzustellen.
Der Einrichtung eines "Vereinssportzentrums" steht der BSV positiv gegenüber, so Teske. Am Jahnstadion müsse aber zunächst einmal Platz geschaffen werden. Das könne allerdings schwierig werden, weil es schon jetzt immer wieder Parkplatzprobleme sowie Beschwerden über die Lautstärke gebe.
Als großer Verein mit mehr als 4.500 Mitgliedern denke der BSV zudem darüber nach, sich eigene Sportstätten anzueignen, um als "Sport- und Gesundheitsdienstleister" den Bedürfnissen der Buxtehuder Bevölkerung gerecht zu werden.
Grundsätzlich sei der erarbeitete Sportentwicklungsplan nur erfolgreich umzusetzen, wenn Politik, Verwaltung und die Vereine an einem Strang ziehen und die gleichen Ziele verfolgen, so die BSV-Geschäftsführerin.