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THW-Hilfseinsatz in Bosnien: Zwischen Flut und Minen

Benjamin Grabow war in Bosnien im Hilfseinsatz (Foto: THW)

tk. Buxtehude. Benjamin Grabow (28) ist unfreiwillig mit den Folgen des Jugoslawien-Kriegs konfrontiert worden: Der ehrenamtliche THW-Helfer war gerade in Bosnien im Einsatz. Sintflutartige Regenfälle hatten dort schwere Verwüstungen verursacht. Die THW-Kräfte sorgten mit High-Tech-Pumpen für ein schnelleres Abfließen der Flut.

"Wir hatten Angst, dass unsere Pumpen eine weggespülte Mine ansaugen oder wir auf ein Kriegsrelikt treten", berichtet Grabow nach seinem ersten Auslandseinsatz. Dass diese Sorge nicht unbegründet war, wurde gleich zu Anfang klar: Die Helfer wurden von Soldaten der österreichischen Bundeswehr geschult. Überlebenswichtig: Die befestigten Wege nicht verlassen, beim Verlegen von Schläuchen den Untergrund akribisch prüfen. Die Minen wurden zur Gefahr, weil die Regenmassen den Boden aufgewühlt hatten.

Grabow und seine acht THW-Kollegen aus Bremen und Niedersachsen konnten Erfolge vermelden: Ihre Pumpen sind so kraftvoll, dass sie binnen kurzer Zeit riesige Wassermassen bewältigen. Während des gesamten Einsatzes pumpten die THW-Helfer 2,1 Milliarden Liter Wasser. Das entspricht 560 vollen Schwimmbecken olympischen Ausmaßes.

Was Benjamin Grabow beeindruckt hat: Trotz des Leids durch die Naturkatastrophe war die Gastfreundschaft beeindruckend. "Egal wo wir hin kamen, sofort wurden Kaffee und Essen gebracht." Auch wenn die Arbeit der THW-Helfer beendet ist, brauchen die Menschen in Bosnien noch Unterstützung. "Viele haben fast nichts mehr", sagt Grabow. Die Arbeit der Ehrenamtlichen könne nur der Anfang gewesen sein.