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Traditionsschiffe: Sicherheitsverordnung gilt erst ab Januar 2018

Die Ehrenamtlichen vom Verein "Alter Hafen" um Klaus Nagel (re.) sind skeptisch
(bc). Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Die Besatzung des Stader Museumsschiffes „Greundiek“ sieht die Entwicklung bei der Neuregelung für Traditionsschiffe skeptisch. Die neue Sicherheitsverordnung soll ab dem 1. Januar 2018 in Kraft treten. „Unser Problem wird damit nur hinausgeschoben“, meint Klaus Nagel, Zweiter Vorsitzender des Vereins „Alter Hafen“, der die „Greundiek“ betreibt.
Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, sieht das anders: „Das verschafft uns Zeit, gemeinsam mit Traditionsschifffern und Verbänden über mögliche Zusatzregelungen zu beraten.“ Ziel bleibe es, die Zukunft der Traditionsschifffahrt bei einem hohen Maß an Sicherheit für Besatzung und Passagiere langfristig zu sichern.
Bis zum Inkrafttreten der Verordnung soll laut Ferlemann gemeinsam mit der Interessenvertretung der Traditionsschiffsbetreiber eine Richtlinie zur Förderung der Traditionsschifffahrt erarbeitet werden. So sollen notwendige Umbauten finanziell unterstützt werden.
Wie berichtet, wird die Verordnung u.a. Vorgaben für die bauliche Beschaffenheit, den Brandschutz und die Ausrüstung mit Rettungsmitteln festlegen und dabei die Sicherheitsempfehlungen der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) berücksichtigen.
Die „Greundiek“ verfügt noch bis ins Jahr 2019 über ein Sicherheitszeugnis. Danach könnten für Klaus Nagel und seine Crew die Probleme anfangen, sofern die ehrenamtlichen Kapitäne und Maschinisten weitere Lehrgänge besuchen und neue Gesundheitszeugnisse beantragen müssten: „Wir sind alle zwischen 60 und 70 Jahre alt. Die Zeugnisse würden wir gar nicht mehr bekommen.“ Nagel hofft auf Ausnahmegenehmigungen.