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Und der "Bulle 2016" geht an ...

Feierten gemeinsam den Siegertitel (v. li.): Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt, die Leiterin der Stadtbibliothek, Ulrike Mensching, und Mitglieder der Jury (Foto: Hansestadt Buxtehude)
 
Ruth Meyer führte durch das Programm und wirkte bei den Vorführungen mit

... Tamara Ireland Stone und ihr Buch "Mit anderen Worten: ich"

ab. Buxtehude. Launig, humorig, mit einer guten Prise Spannung: Unterhaltsam verlief die Entscheidung über den Jugendliteraturpreises „Buxtehuder Bulle“ im Stieglietzhaus in Buxtehude. Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen siegte der Titel der US-amerikanischen Autorin Tamara Ireland Stone „Mit anderen Worten: ich“.
Trotz des ernsten Inhaltes der Bücher auf der „Shortlist“ - die fünf Top-Titel, die in die engste Auswahl für den Jugendliteraturpreis „Buxtehuder Bulle 2016“ kamen - hatte das Publikum bei der Veranstaltung viel Spaß. Dafür sorgte unter anderem die anregende Moderation der Schauspielerin Ruth Meyer, die zum zweiten Mal durch das „Bullen“-Programm führte und selbst bei der Vorstellung der Bücher mitwirkte.

Auch Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt bewies mit lockeren Sprüchen Humor und sorgte für Heiterkeit, als sie zu Darth-Vader-Klängen - zum Besten gegeben von Guido Jäger (Bass) und der hinreißenden Lucie Cerveny (Gesang und Klavier) - im Zeitlupentempo zur Siegerverkündung schritt. Auch der Leiter des Kulturbüros, Torsten Lange, war bestens gelaunt und intonierte spontan Hape Kerkelings „Das ganze Leben ist ein Quiz“.

22 Juroren, davon je elf Jugendliche und Erwachsene, hatten sich innerhalb eines knappen Jahres durch 90 Buchtitel gelesen und davon fünf auf die Shortlist gesetzt. Diese wurden mit kurzen szenischen Darstellungen und Lesungen von einigen Jurymitgliedern vorgestellt. Alle fünf Titel beschäftigen sich mit sehr ernsten Themen wie Krankheit, Flucht, Ungerechtigkeit. Mit einem jeweils zum Inhalt passenden Titel rundeten Jäger und Cerveny das Ganze musikalisch ab.

Als anschließend anhand der Stimmzettel der Jury der Top-Favorit ermittelt wurde, übernahm Ulrike Mensching, Leiterin der Stadtbibliothek, die Moderation. Es belegte „Mit anderen Worten: ich“ von Tamara Ireland Stone mit 97 Punkten Platz eins, knapp gefolgt von „Wie ich die sehe“ von Eric Lindstrom (93 Punkte) und „Die längste Nacht“ von Isabel Abedi (80 Punkte). Auf Platz vier kam „Nichts ist okay“ von Jason Reynolds und Brendan Kiely, Platz fünf belegte „Tausend Meilen über das Meer“ von Annabel Wahba.

Die Inszenierungen an diesem Abend hätte alle vorangegangenen Veranstaltungen getoppt, sagte die Bürgermeisterin. „Ich hoffe, dass die Preisträgerin kommt.“ Doch da war sich Ulrike Mensching sicher: „Garantiert. Die sitzt jetzt am Telefon und wartet auf einen Anruf.“ Denn schon kurz nach der Bekanntgabe des Siegertitels hatte Tamara Ireland Stone auf Instagram geschrieben: „I'm in SHOCK!! Vielen Dank!!“


Darum geht es im Siegertitel

Mit Worten hat Samantha große Probleme. In endlosen Gedankenschleifen verfolgen sie die Jugendliche und hindern sie daran, ein unbeschwertes Leben zu führen. Aus Angst, als verrückt abgestempelt zu werden, verheimlicht Sam ihren täglichen Kampf. Nur Caroline steigt hinter Sams Fassade und kann sie dazu bewegen, sich einem geheimen Dichterclub anzuschließen. Als sich Sam in den klugen, zurückhaltenden AJ verliebt und gerade beginnt, auf ihr neues Glück zu vertrauen, stellt eine unerwartete Entdeckung alles infrage.
Das Buch ist im magellan Verlag (ISBN 978-3-7348-5021-9) erschienen und kostet 16,95 Euro.