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Unerschrocken, sportlich und patent: Petra Fuchs aus Buxtehude ist mit ihrem Trekkingrad alleine über die Alpen geradelt

Liebt sportliche Herausforderungen: Petra Fuchs
(wd). "Wie kannst Du das als Frau alleine machen", ist eine häufige Frage, die Petra Fuchs (48) hört, wenn von ihrem Sommerurlaub erzählt: Mit ihrem alten Trekkingrad ohne jeglichen technischen "Schnickschnack" wie z.B. GPS machte sich die Buxtehuderin unerschrocken auf den Weg, um auf dem Etsch-Radweg von Innsbruck bis nach Verona über die Alpen zu radeln. Getreu ihrem Lebensmotto: Leben ist Bewegung. Bepackt mit 14 Kilogramm Gepäck, das sie in zwei Satteltaschen untergebracht hatte: eine Minimalausstattung an Bekleidung inklusive Sommerkleid für den Besuch der Festspiele in Verona, Zelt und Werkzeug. "Ich mag es, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, bin sehr gerne alleine in der Natur unterwegs und wollte sehen, ob ich sportlich an meine Grenzen komme", so die Pilates-Trainerin, die zwar täglich mit dem Rad unterwegs, aber keine Radsportlerin ist. "Und ich hatte überhaupt keine Bergerfahrung."
Um es kurz zu machen: Der Urlaub war großartig und an ihre sportliche Grenzen ist Petra Fuchs auf den rund 450 Kilometern mit Steigungen von bis zu 20 Prozent nicht gekommen. "Auf gerader Strecke habe ich sogar den einen oder anderen Rennradfahrer überholt", erzählt sie. Zwischen 70 und 100 Kilometern legte Petra Fuchs täglich zurück, mal bei Sonnenschein und heißen 30 Grad Celcius, mal bei starkem Gegenwind. Auch von einem Gewitter wurde sie überrascht - 15 Kilometer musste sie bei heftigen Regengüssen zurücklegen. Dass sie nicht wild campen, sondern nur auf Campingplätzen übernachten würde, hatte sie ihren drei Söhnen fest versprechen müssen. "Die Jungs waren doch etwas besorgt um mich, da haben sich die Rollen mal vertauscht", lacht Petra Fuchs. Angst hatte sie keine Sekunde. "Im Fall einer Panne weiß ich mir zu helfen." Und auch eventuelle Belästigungen schrecken sie nicht ab. "Ich war noch nie ein Mäuschen und komme mit jeder Situation gut zurecht", sagt sie.
Die Erkenntnis, auf sich selbst gestellt den Herausforderungen gewachsen zu sein, die Natur mit allen Sinnen zu erleben und das großartige Panorama zu genießen, haben bei Petra Fuchs starke Glücksgefühle hervorgerufen. "An meine Grenzen bin ich erst gekommen, als ich wieder in der Zivilisation war", erzählt sie. "Alleine essen gehen ist nichts für mich." Musste sie dann auch nicht mehr: In Verona warteten zwei Freundinnen, die ihr nachgeflogen waren und mit ihr die Festspiele besuchten - und auch das war ein wunderschönes Erlebnis.