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Vertrauensschüler sind "seelische Ersthelfer"

Seit zwei Monaten als Vertrauensschüler in Aktion (v. l.): Ronja Ringleben-Fricke, Mai Nguyen, Maike Sundermann, Linn Schuback und Niklas Krumm

tk. Buxtehude. "Wir sind unparteiisch und können gut zuhören", sagt Linn Schuback. Eine Gruppe engagierter Schülerinnen und Schüler der Halepaghenschule (HPS) wurde zu Vertrauensschülern gewählt. Seit zwei Monaten ist die Gruppe aktiv. Diese Ansprechpartner zu haben, war ein Wunsch aus der Schülerschaft. Niklas Krumm: "Machmal gehen Schüler lieber zu Schülern als zum Vertrauenslehrer."

Mit einem Seminar wurden alle Vertrauensschüler auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie sind keine Universal-Problemlöser, sondern eine erste Anlaufstelle. Ronja Ringleben-Fricke erklärt: "Vertrauensschüler sind seelische Ersthelfer".
Die Motivation, diesen Job zu übernehmen, ist ganz unterschiedlich. Niklas berichtet zum Beispiel, dass er selbst gemobbt wurde und dass er diese Erfahrungen anderen ersparen will. Für andere da zu sein ist etwas, das alle Vertrauensschüler antreibt. Angst vor Konflikten, sei es mit Lehrern oder Mitschülern, haben sie nicht.
Die Vertrauensschüler wissen, dass sie nicht alle Probleme lösen können. Sie vermitteln dann an andere Institutionen weiter. Außerdem steht ihnen die Lehrerin Michaela Clodius zur Seite.
Auch wenn sie die Vertrauensschüler ein offenes Ohr haben und engagiert unterstützen wollen - "von privaten Dingen muss man das trennen", sagt Mai Nguyen. Ein kleines Stück Distanz ist wichtig, um anderen aus der Misere zu helfen.