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Vom Wissensspeicher zum modernen Info-Treffpunkt: die Friedrich-Huth-Bücherei in Harsefeld

Almut von Lehn zeigt einen Teil des Angebots für Kinder in der oberen Etage der Bücherei
Harsefeld: Friedrich-Huth-Bücherei | Schon vor zwei Jahrhunderten war der gebürtige Harsefelder Friedrich Huth davon überzeugt, dass Lesen Voraussetzung für die Bildung ist. Daher stiftete der erfolgreiche Kaufmann im Jahr 1845 dem Flecken eine Bücherei, die bis heute existiert - zum Zweck der Grundbildung für die Jugend vor Ort. "Ein bis heute moderner Gedanke", sagt Almut von Lehn, Leiterin der Friedrich-Huth-Bücherei, Am Amtshof 2. "Ohne Lesen erfolgt damals wie heute keine Wissensvermittlung, auch für die Nutzung des Internets und der sozialen Medien ist Lesen wichtig."
Allerdings gehe die heutige Forschung davon aus, dass schon kleinere Kinder für den Spracherwerb an Bücher herangeführt werden sollten. "Defizite beim Spracherwerb, die bis zum dritten Lebensjahr nicht ausgeglichen werden, können später kaum noch behoben werden", sagt von Lehn. Daher baut das Team der Friedrich-Huth-Bücherei das Angebot für die Kleinen seit Jahren kontinuierlich aus: die obere Etage der Bücherei nur für die Kleinen, Bilderbuchkino jeden ersten Dienstag und Donnerstag im Monat (je 15 Uhr), enge Zusammenarbeit mit Kindergärten und Grundschulen der Samtgemeinde, Vernetzung mit anderen Bibliotheken und vieles mehr.
"Heute ist die Bücherei allerdings nicht mehr nur wie damals ein riesiger Wissensspeicher", erklärt Almut von Lehn. Wissen in Büchern sei heutzutage schnell überholt. "Die Rolle der Bücherei liegt vielmehr darin, zu zeigen, wie sich Nutzer Kenntnisse aneignen und wie sie erkennen können, ob es sich um eine fundierte Information oder um ein Gerücht handelt." Dabei ist die Büchereileiterin gegenüber neuen Medien durchaus aufgeschlossen. Sie plant, z.B. Tablets anzuschaffen, um Apps mit Spielen für Kinder zu zeigen.
Der Verleih von digitalen Büchern und Konsolenspielen, Computerarbeitsplätze, die Einrichtung eines Hotspots sind weitere Beispiele für das moderne Angebot der Friedrich-Huth-Bücherei im malerischen Amtshof. Jetzt möchte Almut von Lehn mit der RFID Verbuchungsanlage ein Funkverfahren für die Bücherausleihe einrichten. Dann brauchen die Nutzer mit dem Buch nicht mehr zum Tresen kommen, sondern können die Ausleihe selbst buchen. Ein Traum von Almut von Lehn: Die Bücherei ohne weiteren Personalaufwand bis in die späten Abendstunden öffnen zu können, so dass die Besucher noch nach Feierabend vorbeikommen können.
www.friedrich-huth-buecherei.de

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