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Vor Saisonstart: Göttlicher Beistand für den HSV

Martina Grospitz (3.v.li.), Vorsitzende der "HSV-Diamanten", hofft auf eine bessere Saison Fotos: ig/archiv (Foto: archiv)
(bc). Geht das große Zittern etwa schon wieder los? Fußball-Bundesligist Hamburger SV startet am heutigen Samstag mit einem Heimspiel gegen den FC Augsburg in die neue Bundesliga-Spielzeit. Nach dem peinlichen Pokal-Aus in Osnabrück befinden sich viele Rauten-Fans zwischen Hoffen und Bangen. Wird es wieder ein reiner Existenzkampf? Wie so oft in den vergangenen Jahren.
Die Hamburger Metropolregion ist HSV-Land. Dutzende eingetragene Fan-Clubs sind in den Landkreisen Harburg und Stade verzeichnet. Einer davon heißt „HSV-Diamanten - Die Juwelen des Nordens“. Erste Vorsitzende ist Martina Grospitz (57) aus Buchholz. Bei ihr überwiegt die Vorfreude: „Ich gehe mit viel Hoffnung in die neue Saison. Dass wir im Pokal ausscheiden werden, habe ich schon vorher befürchtet. Bundesliga ist aber was anderes.“
Vor sieben Jahren gehörte Martina Grospitz mit zu den Gründungsmitgliedern des Fan-Clubs. Früher kaufte sie sich auch noch eine Auswärts-Dauerkarte. Die hat sie mittlerweile jedoch abgegeben. „Dafür waren die Leistungen einfach zu schlecht“, sagt sie.
Einer ihrer Leidensgenossen ist Günther Burwieck aus Freiburg an der Elbe. Er ist ebenfalls Vorsitzender eines Fan-Clubs, der SG Freiburg/Oederquart. Burwieck ist zugleich Präsident des gleichnamigen Fußballvereins und Küster der Kirchengemeinde St. Wulphardi. Er gibt zu: „Ich habe schon ab und zu ein Stoßgebet gen Himmel für meinen HSV geschickt.“ Göttlicher Beistand für den HSV! Bislang hat er im Abstiegskampf immer geholfen.
Burwieck ist eine treue Seele. Seit mehr als 40 Jahren geht er ins Stadion, ist auch Mitglied beim HSV: „Ich habe gelitten in den letzten Jahren. Aber Höhen und Tiefen gehören nunmal dazu“, sagt Günther Burwieck.
Er hofft heute auf einen Einsatz des zuletzt verletzten Filip Kostic. Den Flügelspieler des HSV hatte Burwieck erst im April zu einer Autogrammstunde nach Freiburg gelotst: „Wenn Kostic fit ist, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.“