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Wege aus der Einsamkeit: "Plaudertelefon" der Buxtehuder Malteser

Petra Hering koordiniert das "Plauder-Telefon" (Foto: Malteser)

tk. Buxtehude. Die Ehrenamtlichen der Buxtehuder Malteser nennen es "Plauder-Telefon". Das ist der perfekte Name für ein Projekt, das einsamen Menschen ein Stück Lebensfreude bringt. Petra Hering (60) organisiert diesen besonderen Dienst per Telefon am Nächsten.

"Einfach mal wieder reden", sagt Hering, "ist der Wunsch vor allem von älteren Menschen."
So funktioniert das Malteser-Plauder-Telefon: Wer Kontakt sucht, meldet sich an und vereinbart einen festen Anruf-Termin. Über alles wird geredet: Alltägliches oder auch Krankheit und Sorgen. Vorteil für die, die ihr Herz ausschütten wollen: Die Malteser sind gut vernetzt und wissen, wo welche Hilfen zu bekommen sind. "Wir sind aber kein Sorgentelefon", betont Petra Hering. Im Mittelpunkt stehe das miteinander reden.

Häufig sei es so, dass ältere Menschen in ihren Familien nicht immer auf offene Ohren stoßen. "Manche wollen sich nicht ständig die selben Krankheitsgeschichten immer wieder anhören", so Hering. Oder, auch das komme öfter vor, bei beginnender Demenz fehle das notwendige Einfühlungsvermögen und Verständnis.
Die Telefon-Engel der Malteser sind vor ihrem ersten Einsatz dagegen geschult worden. "Allein schon deshalb, weil es notwendig ist, sich emotional abgrenzen zu können", erklärt Petra Hering. Dieser Ehrenamtsjob sei grundsätzlich das Richtige für Menschen, die einfühlsam und offen sind.

Das Malteser-Plaudertelefon ist jetzt an den Start gegangen. Derzeit betreuen drei Ehrenamtliche zehn Klienten.

• Wer Interesse hat, meldet sich unter Tel. 04161 - 71850