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Wie geht es mit Hahnöfersand weiter?

Hahnöfersand aus der Vogelperspektive (Foto: www.luftbild.fotograf.de)
bc. Jork. Die Planungen, die mehr als 100 Jahre alte Justizvollzugsanstalt auf Hahnöfersand zu schließen, schreiten offenbar voran. Anfang September werden sich die beiden Landesregierungen von Hamburg und Schleswig-Holstein über die weitere Zusammenarbeit beraten. Das teilen die Buxtehuder Grünen jetzt nach einem Gespräch mit dem Hamburger Justizsenator Dr. Till Steffen mit.

Wie berichtet, sind bereits in diesem Jahr 60 weibliche Insassen von der Elbinsel Hahnöfersand, die zwar auf dem Gebiet der Gemeinde Jork liegt, aber Hamburg gehört, in eine Hamburger JVA verlegt worden. Bleiben noch die Gefangenen im Jugendknast. Seit Monaten denken die beiden Länder über eine Kooperation in Sachen Jugendvollzug nach. Möglich, dass die Insassen nach Schleswig-Holstein verlegt werden.

Wird der Standort in Jork aufgegeben, hätte das weitreichende Konsequenzen. Zum einen müsste eine Lösung für die Beschäftigten gefunden werden. Viele wohnen in Niedersachsen. Zum anderen steht die Frage im Raum: Was passiert mit dem Gelände der Strafanstalt und den maroden Gebäuden? Fakt ist: Die Häuser müssten aufwändig umgebaut oder abgerissen werden.

Hier kommt die Gemeinde Jork ins Spiel, sie hat laut Jorks Vize-Bürgermeister Matthias Riel grundsätzlich die Planungshoheit für die Insel. Auch der Landkreis Stade als Genehmigungsbehörde hätte ein Wörtchen mitzureden. Im Detail müssten sich aber die damaligen Verträge mit Hamburg über eine mögliche Nachfolgenutzung angeschaut werden.

Die Buxtehuder Grünen Thomas Schäfer und Michael Lemke baten den Senator eindringlich, dass er nach Beschlussfassung nicht nur alle Betroffenen in der JVA, sondern speziell auch die Verantwortlichen in der Gemeinde Jork und im Landkreis einbindet und sich gegebenenfalls für weitere Gespräche zur Verfügung stellt. „Durch die möglichst frühzeitige Information soll ein partnerschaftlicher Umgang aller Beteiligten und Verantwortlichen sichergestellt werden“, sagt der Fraktionsvorsitzende Michael Lemke.

Eingeschränkt ist die Bebauung auf Hahnöfersand allemal. Große Teile der Insel stehen unter Naturschutz.