Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Wie wehrt Buxtehude Cyberattacken ab: Der Faktor Mensch ist sehr wichtig

Von irgendeinem Schreitisch aus die Buxtehude-Homepage ansteuern und Schadsoftware hinterlassen - damit das nicht passiert, gibt es eine Vielzahl von Sicherheitsvorkehrungen (Foto: tk)

tk. Buxtehude. Wie geht die Buxtehuder Stadtverwaltung mit der Gefahr von Cyberattacken um?, wollte das WOCHENBLATT wissen. Antworten darauf gibt es vom IT-Sicherheitskreis, die der Stadtsprecher Thomas Bücher in dessen Namen wiedergibt.



Verwaltungen seien genauso Bedrohungen ausgesetzt wie andere, so die grundsätzliche Einschätzung der Lage. Weil eine Verwaltung mit ihren Daten besonders verantwortungsvoll umgehen müsse, sei eine Vielzahl von Maßnahmen notwendig, die ineinandergreifen.

Bei Verwaltungen drohen nicht, wie bei Industriebetrieben, Produktionsausfälle, sondern vor allem die Gefahr, dass es einen Zugriff auf personenbezogene Daten gebe, so die Mitglieder des Sicherheitskreises. Kommunen sind daher gesetzlich verpflichtet, den Datenschutz und die IT-Sicherheit sehr ernst zu nehmen. "Das Niedersächsische Datenschutzgesetz verpflichtet öffentliche Stellen, die erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen zu treffen, um den Datenschutz und die Datensicherheit gewährleisten zu können", so der Stadtsprecher.

Das bedeutet konkret: Die EDV-Technik befindet sich auf dem aktuellen Stand und es gibt ein Maßnahmenpaket zum Notfallmanagement. Dazu gehört zum Beispiel die Auslagerung der Datenverarbeitung. Wichtig sei zudem auch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern sowie die regelmäßige Informationsbeschaffung etwa über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI).

Einen sehr hohen Stellenwert bei der Datensicherheit nimmt neben der Technik der Faktor Mensch ein. Eine entsprechende Qualifizierung und Sensibilisierung der Mitarbeiter sei sehr wichtig, sagt Thomas Bücher im Namen des IT-Sicherheitskreises. "Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hansestadt Buxtehude werden über aktuelle Sicherheitsaspekte und notwendige Verhaltensweisen informiert."

Ins technische Detail gehen die IT-Experten im Stadthaus nicht, denn sie wollen potentiellen Angreifern nicht unfreiwillig Tricks verraten. Ihre Arbeit und das aktive Sicherheitsmanangement lohnen sich aber: Es gebe regelmäßig Situationen, auf die reagiert werden müsse - "ein kritischer Sicherheitsvorfall war aber noch nicht dabei", so der Sprecher.