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"Wir haben die Interessen der Jorker im Blick"

Die A26-Planer von der Landesbehörde sind gezwungen, die Autobahn in 2014 freizugeben
bc. Jork. Dass die Jorker Ortsumgehung - die "Kreisstraße 26 neu" - vielleicht doch erst Anfang 2015 eröffnet werden kann, hat selbst den neuen Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Hans-Jürgen Haase (56), überrascht. "Das habe ich auch nur der Presse entnommen", sagte er dem WOCHENBLATT.

Wie berichtet, teilte Heiko Köhnlein, Leiter des Kreis-Umweltamtes, kürzlich im Rahmen eines Pressegesprächs mit, dass es gut möglich sei, dass die neue Kreisstraße erst Anfang 2015 fertiggestellt werde - je nachdem wie schnell sich der Vorbelastungsdamm setzt und wie kalt der Winter wird.

Die Gemeinde Jork ist immer davon ausgegangen, dass die Umgehung vor der Öffnung der A26-Anschlussstelle in Jork fertig wird - andernfalls droht der Ortsmitte ein verkehrstechnischer Super-Gau. Die A26-Planer von der Landesbehörde sind allerdings gezwungen, die Autobahn noch in 2014 freizugeben, ansonsten droht der Verlust von Fördermitteln. "Wir haben die Interessen der Jorker im Blick", betont Hans-Jürgen Haase. Eine komplette Freigabe der Anschlussstelle Jork sei "sehr unwahrscheinlich". Es gebe verschiedene Alternativen, von denen aber noch keine festgezurrt sei.

Unter anderem sei die Option im Gespräch, die bereits Heiko Köhnlein jüngst preisgab: die Sperrung der Anschlussstelle für Lkw und die Freigabe für Pkw nur in Richtung Stade. Aber auch Gewichtsbeschränkungen für Lkw im nachgeordneten Verkehrsnetz seien denkbare Vorstellungen. Laut Haase soll bis spätestens September dieses Jahres eine Entscheidung darüber gefallen sein.

Unterdessen läuft derzeit das Ausschreibungsverfahren für die Asphaltierungsarbeiten der A26-Strecke von Horneburg bis Jork. Haase: "Die Arbeiten werden noch in diesem Jahr beginnen." Auch die Arbeiten für den dritten Bauabschnitt der A26 von Buxtehude bis zur Hamburger Landesgrenze sollen noch in diesem Jahr starten. Zunächst werden nach Angaben von Haase Baustraßen und Entwässerungsgräben angelegt. Der Bund habe die ersten 15 Mio. Euro Fördermittel dafür bestätigt. Das Aufschütten des Vorbelastungsdamms soll dann in 2014 beginnen. Darüber, wie die Flachbrücke über die Este bei Buxtehude im Detail aussehen wird, befinde sich die Landesbehörde derzeit in der Abstimmung mit der Stadt Buxtehude, so Haase. "Dabei geht es u.a. um Fragen bezüglich des Geländers, der Lärmschutzwände und der Brückenpfeiler."

• Hans-Jürgen Haase (56) hat als Leiter des Geschäftsbereiches Stade der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Nachfolge von Gisela Schütt angetreten. Seit dem 1. Juni ist er im Amt. Zuvor war der studierte Bauingenieur drei Jahre lang Dezernent für Straßenbaufinanzierung in der Zentrale der Landesbehörde in Hannover. Davor war er u.a. 15 Jahre lang stellvertretender Leiter des Geschäftsbereiches Hannover der Straßenbau-Behörde. Hans-Jürgen Haase ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seine Familie wohnt in Wedemark bei Hannover.