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Zum Gedenken an die Buxtehuder Hexenprozesse

Mitglieder des Kulturausschusses, Mitarbeiter der Hansestadt, Sponsor Michael Bruns (3. v. re.) sowie die Künstler Christa Donatius und Michael Jalowczarz (beide re.) stellten jetzt den Mahnmal-Entwurf vor (Foto: Hansestadt Buxtehude)

Mahnmal-Entwurf des Bildhauers Michael Jalowczarz überzeugte / 22.500 Euro kostet das Projekt

ab. Buxtehude.
Eine siebenköpfige Jury hat jetzt den Siegerentwurf für das Mahnmal „Hexenprozesse in Buxtehude“ im Rathaus vorgestellt. Überzeugt hatte der Entwurf des Bildhauers Michael Jalowczarz, bei dem eine schemenhaft dargestellte Figur über drei Gedenktafeln verläuft und sie so zu einer Einheit zusammenfügt. Die Figur, „die eine Frau sein könnte“, hat Michael Jalowczarz einem Kunstwerk seiner Partnerin Christa Donatius entnommen.

Der Titel des Mahnmals, „Hexenprozesse in Buxtehude“, ist auf der obersten Tafel unterhalb des Kopfes der Figur zu lesen. Auf der zweiten und dritten Tafel stehen alle Opfer mit Jahreszahlen, geschichtliche Fakten sowie der Beschluss des Rates der Hansestadt vom 18. April 2016.

Die Idee des Mahnmals geht auf die Gleichstellungsbeauftragte Gabi Schnackenberg zurück. Sie war selbst von Bürgerinnen und Bürgern angesprochen worden, ob es eine Erinnerung an die Hexenprozesse in Buxtehude gäbe. „Für mich schlägt das Mahnmal einen Boden zu heute“, sagt Schnackenberg. „Wir akzeptieren nicht, was damals passiert ist und auch nicht, welches Unrecht den Frauen heute angetan wird.“

Noch gibt es das Mahnmal nur in einer Computersimulation. Für die Umsetzung des Entwurfs hat der Künstler nun drei Monate Zeit, die drei Platten zu fertigen. Es soll am 22. November an der Außenwand des Rathauses angebracht werden.

Das Projekt wird mit insgesamt 22.500 Euro veranschlagt. 15.000 Euro werden von der Stadt bereitgestellt, 5.000 Euro von der Kulturförderung Sibylle Bruns-Decker und Michael Bruns und 2.500 Euro von der Sparkasse Harburg-Buxtehude.