Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

150 Jahre SPD Buxtehude: "Gerechtigkeit und Solidarität als Kern"

Sie würdigten die 150-jährige Geschichte der Buxtehuder Sozialdemokratie (v.li.): Petra Tiemann, Michael Roesberg, Katja oldenburg-Schmidt und Ministerpräsident Stephan Weil (Foto: tk)

tk. Buxtehude. "Die SPD ist keine beliebige Vereinigung. Wir alle haben den gleichen Wertekanon", sagte Niedersachsens Ministerpräsident und Landesvorsitzender Stephan Weil beim Festakt 150 Jahre SPD Buxtehude am Freitagabend im Rathaus der Hansestadt. Solidarität und Gerechtigkeit würden seit den Anfängen im 19. Jahrhundert den Kern der SPD ausmachen. Dabei könnte Artikel eins des Grundgesetzes ("Die Würde des Menschen ist unantastbar") einem Wahlprogramm der SPD entstammen. Alle Menschen seien gleich und "niemand dürfe durchs Rost fallen", so Weil über das Selbstverständnis der Partei.



Buxtehudes SPD-Vorsitzender Alexander Paatsch erinnerte daran, dass die Genossinnen und Genossen der ersten Stunde - und später während des Nationalsozialismus - für ihre politischen Überzeugungen verfolgt und drangsaliert wurden. "Das waren mutige und standhafte Frauen und Männer", so Paatsch. In dieser Tradition zu stehen sei etwas, worauf jedes SPD-Mitglied stolz sein könne. "Sozialdemokraten zeigen Haltung", so der Parteivorsitzende.

Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt erinnerte an Willy Brandts berühmtes Zitat "Demokratie wagen". "Das ist heute wichtiger denn je", so die Bürgermeisterin.

Landrat Michael Roesberg hob die Leistungen von Sozialdemokraten für den Landkreis Stade hervor. "Das sind und waren Menschen, die stark mit der Region verwurzelt sind."

Der in Buxtehude geborene heutige SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken appellierte als leidenschaftlicher Europäer: "Europa ist das Modell für die Zukunft." Außerdem überraschte er mit einem Geständnis: Er habe noch eine Fahne der Jusos in seinem ehemaligen Kinderzimmer. "Die sollte ich wohl mal zurückgeben."
Die SPD-Landtagsabgeordnete Petra Tiemann richtete den Blick von der Vergangenheit in die Gegenwart: "Wir müssen die Demokratie verteidigen", betonte sie angesichts undemokratischer politischer Strömungen in Deutschland, Europa und der Welt.

Hauptredner Stephan Weil ging abschließend auf die aktuelle politische Situation in Deutschland ein. "Viele Menschen wollen Veränderung." Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sei dafür der richtige Mann