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"A26 light" - wird alles noch viel peinlicher?

Wie lange wird die A26 nur in eine Richtung befahrbar sein?
(bc). Wer denkt, die "A26 light" wäre schon der Gipfel einer republikweit einmaligen Planungsposse, sieht sich getäuscht. Laut Heiner Schönecke, CDU-Landtagsabgeordneter aus Elstorf, könnte die fertige Autobahntrasse ab Horneburg nicht nur sechs, sondern im schlimmsten Fall elf Jahre lang brachliegen. So eine Nutzlos-Trasse hätte es in der bundesdeutschen Geschichte wohl noch nie gegeben.
Wie berichtet, hat die Landesregierung entschieden, die A26 von Horneburg bis Jork Ende November nur für Autos und Motorräder in Richtung Stade freizugeben.

Schönecke und eine ganze Reihe seiner CDU-Kollegen haben dazu jetzt eine mündliche Anfrage gestellt, mit der sich in dieser Woche der Landtag in Hannover beschäftigt. Die vom Land proklamierte Lösung, erst mit Freigabe des 3. Bauabschnitts der A26 bis zur Anschlussstelle (AS) Neu Wulmstorf im Jahr 2020 die Anschlussstellen in Jork und Buxtehude zu öffnen, sei eine hanebüchene Fehlplanung.

Zumal noch nicht einmal geklärt sei, ob es überhaupt bei den sechs Jahren bleiben werde. "Im Planfeststellungsverfahren ist detailliert geregelt, dass die Anschlussstelle Neu Wulmstorf in Richtung Hamburg erst freigegeben wird, wenn der 4. Bauabschnitt bis Hamburg fertig ist", unterstreicht Schönecke. Das wiederum würde bedeuten, dass vermutlich bis 2025 - bis zur Fertigstellung der A26 bis Hamburg - weite Teile der Trasse nicht genutzt werden könnten - auch nicht die AS Jork im vollen Umfang. Da darf schon mal die Frage erlaubt sein: Weiß hier noch die linke Hand, was die rechte tut?

"Ich fordere Verkehrsminister Olaf Lies auf, nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen, die eine vollumfängliche Nutzung der Autobahn ermöglicht", sagt Schönecke. Olaf Lies müsse alle beteiligten Bürgermeister und Landräte sowie Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch zu einer gemeinsamen Konferenz einladen.