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A26-Zubringer: "Keiner ist mit dem Entwurf glücklich"

Uwe Arndt (Freie Wähler): "Niemand ist glücklich mit dem Entwurf"
bc. Stade/Buxtehude. Seit gut sieben Jahren wird intensiv an der Rübker Straße (K40) als Autobahn-Zubringer geplant. Mehrfach wurden die Unterlagen nachgebessert. Immer wieder gab es Scharmützel zwischen der Buxtehuder und der Landkreis-Politik. An dem Punkt, der am kommenden Dienstag im Bau- und Wege-Ausschuss des Kreistages Thema ist, war man aber noch nie.
Den Ausschuss-Mitgliedern wird der (fast) fertige Entwurf des Planfeststellungsbeschlusses vorgelegt, der am Montag, 23. Oktober, im Kreistag verabschiedet werden soll. Der Landkreis nennt es auf seiner Homepage „Abschluss des Verfahrens“.
Glücklich ist laut Uwe Arndt, Bauausschuss-Mitglied der Freien Wählergemeinschaft (FWG), niemand mit dem knapp 400-seitigen Entwurf. „Wir sind nicht froh, was nun geschehen wird. Juristen werden über die Machbarkeit der K40 entscheiden“, sagt Arndt. Fakt sei, dass betroffene Anwohner mit großen Einschränkungen ihrer Lebensqualität zu rechnen haben.
Uwe Arndt geht davon aus, dass der Kreistag trotzdem den Beschluss trifft, allein damit sich dann ein Gericht mit dem Verfahren beschäftigen können. Da sicher ist, dass der Beschluss beklagt wird, landet die Rübker Straße genau dort. „Ich rechne damit, dass die Autobahn eher fertig ist als der Zubringer“, so Arndt.
Juristen müssen klären, ob die K40 inklusive der runderneuerten Planung als Zubringer taugt. Der alternative Bau einer Umgehungsstraße durch ein EU-Vogelschutzgebiet (Natura 2000) funktioniere nämlich nur, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft seien, so Arndt: „Nur dann darf man ein Natura 2000-Gebiet angreifen.“
Der Fehler sei in Buxtehude bereits vor Jahrzehnten passiert, als man im Zuge der städtebaulichen Entwicklung die Infrastruktur nicht angepasst habe. Wäre das Baugebiet an der K40 damals nicht entstanden, wäre eine Umgehung heute wahrscheinlich kein Problem, so Arndt.
Der Bauausschuss am Dienstag, 17. Oktober, (Kreishaus, Gebäude C, Sitzungssaal Elbe) bekommt den Beschluss-Entwurf im Übrigen nur zur Kenntnis vorgelegt. Abstimmen dürfen die Mitglieder nicht. Die Sitzung beginnt um 8.30 Uhr. Gäste sind willkommen.