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A26-Zubringer: Landrat macht Druck auf Buxtehuder Politik

Die K40 als Zubringer? In Buxtehude ist die Politik dagegen
bc. Buxtehude. Landrat Michael Roesberg ist genervt von der Buxtehuder Politik. Die hat in einem Stadtentwicklungsausschuss unter der Woche einmal mehr kräftig an dem vom Landkreis geplanten Ausbau der Rübker Straße (K40) zum A26-Autobahnzubringer herumgemäkelt. „Es macht keinen Sinn, wenn der Landkreis ein Planfeststellungsverfahren betreibt und die Stadt gegen die Planung ist“, sagt Roesberg auf WOCHENBLATT-Nachfrage.

Er fordert eine deutliche Willensbekundung des Buxtehuder Stadtrates für die Rübker Straße. Andernfalls sei eine Fortführung der Planung nicht zu vertreten. Vor allem nicht gegenüber dem Steuerzahler. „Wir lösen
ein Problem der Stadt und ich erwarte, dass die Stadt die Planungen mitträgt“, so Roesberg.

Zum Hintergrund: In Buxtehude wünschen sich viele nach wie vor eine Umgehungsstraße. Das Problem: Alle Trassen-Varianten hätten in irgendeiner Form Auswirkungen auf das EU-Vogelschutzgebiet „Moore bei Buxtehude“.

Sofern das Planverfahren zur Rübker Straße positiv endet - Roesberg hat diesbezüglich keinerlei Zweifel - ist die Umgehung vom Tisch. Nur wenn die K40 gerichtlich scheitern würde, wären andere Planungen möglich.

„Ich erwarte eine schnelle Entscheidung des Stadtrates, sonst gehen die Planungen nicht weiter“, sagt Roesberg. Der Kreistag könnte laut Landrat jederzeit beschließen, das Planverfahren zu beenden. Roesberg kann sich vorstellen, dass sich dafür eine Mehrheit im Kreistag finden ließe. Aber dann müsse die Stadt das Problems des Autobahnzubringers selber lösen.

In dem Fall wäre Buxtehude wohl einen Schritt näher an der Nullvariante: keine zentrumsnahe A26-Anschlussstelle.