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"Arena" zweiter Anlauf: "Das ist eine gute Idee"

Party in der "Arena" - auch das sahen die alten Pläne vor. Ein Nachdenken über eine Wiederaufnahme der Idee finden die Fraktionschefs (v.l.) Astrid Bade (SPD), Michael Lemke (Grüne) und Arnhild Biesenbach (CDU) grundsätzlich gut. (Foto: Frenzel/tk/MSR)

tk. Buxtehude. Mit diesem Vorschlag hat Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt einen Volltreffer gelandet: Bevor die Sanierung der Halle Nord beginnt, soll geklärt werden, ob alternativ der Neubau einer Multifunktionshalle für Sport und große Veranstaltungen möglich wäre (wir berichteten). Das WOCHENBLATT hat in der Politik nachgefragt: Die drei größten Fraktionen im Buxtehuder Rat, SPD, CDU und Grüne, begrüßen den Vorschlag.

Hintergrund der Planspiele ist ein nüchterner Blick auf die Zahlen: Die komplette Sanierung der Sporthalle am Schulzentrum Nord wird geschätzt rund drei Millionen Euro kosten. Die alten Pläne für eine Multifunktionshalle ("Buxtehude Arena"), die von privaten Investoren und Spendern an der Apensener Straße errichtet werden sollte, sahen Investitionskosten von rund zehn Millionen Euro vor. Bevor jetzt drei Millionen Euro in die Hallen-Sanierung gesteckt werden, soll zumindest die Machbarkeit einer Arena an anderer Stelle geprüft werden.

"Das ist grundsätzlich eine gute Idee", sagt die SPD-Fraktionschefin Astrid Bade. Die Sanierung der Halle koste viel Geld und am Ende komme nicht mehr heraus, als eine runderneuerte Sporthalle. Dass die Bürgermeisterin vor einer Auftragsvergabe für die Sanierung Alternativen prüfe, sei "umsichtiges Handeln" so Bade.
CDU-Fraktionschefin Arnhild Biesenbach: "Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, muss man ernsthaft darüber nachdenken." Biesenbach sieht vor allem in der dreifachen Nutzung BSV-Handball, Schulsport und große Veranstaltungen bis hin zum Mega-Event, ein gewichtiges Argument für eine Multifunktionshalle.

"Ottensen war die falsch Wahl", sagt Michael Lemke, Fraktionsvorsitzender der Grünen, über den Standort für die erste "Arena"-Planung. Was die Bürgermeisterin jetzt anrege, greife die Idee von vor einigen Jahren auf, eine Halle auf dem Schützenplatz zu bauen. Auch Lemke und seine Fraktion wollen konstruktiv über die Oldenburg-Schmidt-Idee nachdenken.

Einigkeit bei allen drei Fraktionsvorsitzenden: Der Standort am Schulzentrum Nord wäre für eine "Arena" im zweiten Anlauf ideal: Bahnhof und ZOB sind in bequemer Fußmarschentfernung.
Einigkeit bei den drei Politikern auch in einer anderen Sache: Wenn dieses Projekt von den planerischen und baurechtlichen Bedingungen machbar wäre, müssen neben der Stadt auch andere mit ins Boot. Auch die zuletzt gescheiterten "Arena"-Pläne sahen eine wesentliche Beteiligung von Sponsoren vor: Könnte das im zweiten Anlauf klappen?

Einen Kommentar "Halle für alle" lesen Sie hier