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Autobahn ohne Zubringer ist "Steuergeldverschwendung"

tk. Landkreis. "Wir wünschen uns seit Jahren, dass es eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Planungsbehörden gibt", sagt Nils Linge, Sprecher des ADAC Weser-Ems. Das WOCHENBLATT hat bei ihm nachgefragt, ob es angesichts der Probleme beim Buxtehuder A26-Zubringer nicht sinnvoll wäre, wenn Autobahn und Zubringerstraßen aus einer Hand geplant würden.
Dass in Buxtehude die A26 vermutlich ohne Anbindung enden wird, ist für Linge "Steuergeldverschwendung". Wenn der Bund Geld für den Autobahnbau zur Verfügung stelle, müsse es auch im Interesse des Bundes sein, dass die nachfolgenden Verkehre funktionieren.
Für den ADAC-Sprecher ist das Buxtehuder Beispiel nur eines von vielen, das zeigt, dass beim Thema Verkehr und Infrastruktur jeder für sich und zuwenig gemeinsam geplant und gehandelt werde. "Das fängt bei der Koordination von Baustellen an und hört bei überlasteteten Umleitungsstrecken beim Stau auf der Autobahn auf." Die Denke "für den Rest bin ich nicht zuständig" müsse nach ADAC-Meinung endlich aufhören.
Und da liegt nach Linges Meinung das Problem: "Veränderung muss man wollen." Der Verkehrsexperte hat aber Zweifel, ob diese Veränderung, die ein Neu- und Umdenken wäre, auch kommen wird. "Das würde bedeuten, sich selbst und seine Arbeit zu hinterfragen." Mutmaßlich wird es noch für lange Zeit bei dem gleichsam asphaltierten Grundsatz bleiben: Der Bund baut die Autobahnen, für den Rest sind andere verantwortlich. Foto: ADAC