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Bald Tempo 30 in Elstorf??

Schwerlastverkehr auf der B3 innerorts - das ist ein alltägliches Bild in Elstorf

Weniger Lärm, mehr Sicherheit und bessere Luft in Elstorf? / Kommune bewirbt sich für Modell-Projekt des Landes Niedersachsen

ab. Elstorf. Ist eine Lösung für die verkehrsgeplagten Anwohner an der B3 in Elstorf in Sicht? Das Land Niedersachsen plant, in ausgewählten Kommunen innerorts Tempo 30 einzuführen - vor allem auf Hauptverkehrsstraßen (das WOCHENBLATT berichtete). Für dieses Projekt, so hat es der Neu Wulmstorfer Rat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, will sich die Gemeinde mit dem Ortsteil Elstorf bewerben.

„Alle zuvor angedachten Maßnahmen waren rechtlich nicht umsetzbar“, sagte Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig. Dazu gehörten u.a. die Einführung von Tempo 40 in der Ortsdurchfahrt, die Aufstellung einer Bedarfsampel oder der Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung B3/ Am Moor und Fliegenmoor. Reaktion der Niedersächsischen Straßenbaubehörde auf die vorgeschlagenen Maßnahmen: abgelehnt. Vorerst blieb der Gemeinde als einzig gangbarer Weg die Installierung zweier weiterer Dialogdisplays am nördlichen Ortsausgang, für die im Haushalt die erforderlichen 5.600 Euro eingestellt wurden.

Doch die Bewerbung für das Tempo-30-Projekt bringt neue Hoffnung nach Elstorf. Um als Kommune dafür ausgewählt zu werden, müssen einige Forderungen erfüllt sein, erläutert Gemeindesprecherin Sandra Lyck: „Es muss sich um einen kleineren Ort mit typischer Ortsdurchfahrt handeln, mit erhöhtem Luftschadstoffgehalt oder Verkehrslärm sowie hoher Verkehrsstärke und Anwohnerdichte.“ Punkt zwei sei noch zu überprüfen.

„Wir versprechen uns von dem Projekt eine ganze Menge“, sagt Jan Lüdemann (UWG). Das hohe Verkehrsaufkommen sei bekannt und bald liege Elstorf zwischen zwei Autobahnen, was den Verkehr weiter steigern werde.
Das Projekt zeige, dass das Land die Probleme ebenfalls sehe, stellte Tobias Handtke (SPD) fest. „Wir sollten dennoch weiter auf die Situation hinweisen“, so Handtke.

Ab Frühjahr 2017 können sich niedersächsische Kommunen für das Modell bewerben. Ein konkreter Abgabetermin liege noch nicht vor, so Lyck. Anfang 2018 soll das Projekt starten und drei Jahre andauern.