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Bernd Althusmann zum Rübker A26-Chaos: "Das muss Chefsache werden"

Bernd Althusmann lässt sich die Probleme vor Ort von Heiner Schönecke erklären

CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann und Heiner Schönecke kritisieren A26-Planung

tk. Rübke. Die Menschen aus Rübke werden Bernd Althusmann beim Wort nehmen: Sollte der Spitzenkandidat der Niedersachsen-CDU nach den Landtagswahlen im Januar 2018 Ministerpräsident werden, erwarten sie, dass er das Dorf vor dem Verkehrsinfarkt bewahrt, wenn die A26 bis Rübke führt. Althusmann und der CDU-Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke aus Elstorf trafen sich am Montag an der A26-Baustelle mit Bürgern, die ihren Unmut deutlich äußerten: "Wir werden im Stich gelassen."



Die beiden Landespolitiker haben kein Verständnis dafür, dass Hamburg und Niedersachsen nicht endlich gemeinsam die Probleme lösen. So scheitert die Planung einer dringend notwendigen Ortsumgehung für Rübke daran, dass sie auf Hamburger Gebiet verlaufen würde - "und nach dem letzten Gespräch vor einem halben Jahr in Hannover hat sich nichts getan", kritisiert Schönecke. "Die Problemlösung anzustoßen, muss Chefsache sein", ergänzte Althusmann. Dass sich Hamburg nicht nur bei dieser Umgehung, sondern auch bei einer schnellen Planung der A26-Fortführung bis zur A7 sehr viel Zeit lasse, stößt bei Althusmann auf Unverständnis. "Das ist eine Frage des Wollens", so der Christdemokrat.

Das Wollen vermisst Heiner Schönecke auch bei der Ortsumgehung Elstorf-Ketzendorf-Ovelgönne. Die sei ebenso, wie die Entlastung für Rübke, notwendig. "Es gibt aber nicht einmal eine Vorplanung", kritisiert Schönecke. "Und wieder wird wertvolle Zeit verschlafen", erbost sich der Politiker.

"Am Ende ist alles denkbar", machte Bernd Althusmann den lärm- und verkehrsgeplagten Rübkern Mut. Wenn es keine Umgehungsstraße gebe, müsse über Alternativen nachgedacht werden. Das könnte zum Beispiel ein Durchfahrtverbot für Lkw sein. Selbst wenn das juristisch angefochten werde - "man muss es versuchen", betonte der Kandidat fürs Ministerpräsidentenamt. Und Heiner Schönecke fordert für die gesamte Metropolregion auf niedersächsischer Seite ein Verkehrsleitsystem wie es der Großraum Hannover hat. "Zwischen der Landeshauptstadt und Hamburg gibt es so etwas gar nicht."