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Bestandsschutz für Förderschulen

Eltern sollen wieder eine Wahlfreiheit haben

bc. Stade. Der Kreis-Schulausschuss hat sich jüngst einstimmig entschieden, den Förderschulen im Landkreis Stade Bestandsschutz bis ins Jahr 2028 zu gewähren. Einen entsprechenden Antrag hatten sowohl die CDU-Fraktion als auch die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft und die Gruppe FDP/Piraten eingereicht. Damit können auch weiterhin Schüler in die fünfte Klasse einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen eingeschult werden.
Hintergrund: Die Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU auf Landesebene hat festgeschrieben, dass auf Antrag des Schulträgers und entsprechend des Bedarfs und der Nachfrage, Schüler wieder in den fünften Jahrgang einer Förderschule Lernen eingeschult werden können. Nach Auffassung der Kreis-Politiker ist es sinnvoll, den Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf eine Wahlfreiheit über die künftige Beschulung ihres Kindes zu geben - also entweder Förderschule oder eine inklusive Regelklasse einer weiterführenden allgemeinbildenden Schule.
Im Landkreis Stade gibt es noch drei Förderschulen in Buxtehude, Stade und Harsefeld. Ihre Zukunft wäre aufgrund der Inklusion - also dem gemeinsamen Lernen von "normalen" und lernbehinderten Kindern - sehr begrenzt gewesen. Jetzt dürfen sie bis zum Ende des Schuljahres 2027/28 weitermachen, sofern es genügend Schüler gibt.
Möglichst schnell soll nun die Kreisverwaltung als Träger der Förderschulen die Eltern über die neue Wahlfreiheit informieren und den Bedarf abfragen, um eine Planung vorzunehmen, welche Förderschulen weiterbetrieben werden.