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BI Dammhausen kritisiert BI Rübker Straße: "Schluss mit der Totalverweigerung"

Sie fordern Kompromissbereitschaft in Sachen A26-Anbindung (v.li.): Hans-Peter Tödter, Harmut Danielzik, Thomas Sudmeyer, Günter Nocen und Karl-Heinz Stemmermann
tk. Dammhausen. Die Bürger aus Dammhausen, voran die Bürgerinitiative (BI) Dammhausen, verfolgt die Debatte um den Buxtehuder Autobahnzubringer (Rübker Straße) und mögliche Alternativen mit wachsender Irritation. Dass die Gegner des Ausbaus der Rübker Straße jetzt eine Buxtehuder A26-Anbindung über ein mögliches Gewerbegebiet in Dammhausen ins Spiel bringen, stößt  auf Unverständnis. "Dann ändert sich für uns in puncto Verkehrsbelastung rein gar nichts", sagt Hans-Peter Tödter, Sprecher der BI Dammhausen.

Hintergrund: Beim Erörterungstermin für den Ausbau der Rübker Straße in der vergangenen Woche wurde vor allem deutlich: Die Fronten sind verhärtet und eine Klage gegen die Pläne des Landkreises ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die BI Rübker Straße, die den Ausbau verhindern will, und die Grünen im Buxtehuder Rat schlagen jetzt eine A26-Anbindung über ein bislang nur theoretisch vorhandenes Gewerbegebiet in Dammhausen vor.

Im F-Plan sind zwischen dem Ortsteil und Jork in Höhe der bestehenden A26-Abfahrt Gewerbeflächen eingeplant. Eine Erschließungsstraße könnte nördlich von Dammhausen im Bogen auf die B73 führen. Die Rübker Straße als Zubringer wäre nach Ansicht von Befürwortern dieser Pläne damit nicht mehr notwendig.

"Niemand denkt an die Menschen in Dammhausen, Ovelgönne, Heitmannshausen und Ketzendorf", kritisiert Dammhausens Ortsvorsteher Thomas Sudmeyer (SPD). "Für die würde mit einer solchen Lösung die Verkehrsbelastung hoch bleiben." BI-Sprecher Tödter ergänzt aus Dammhauser Sicht: "Es wird über uns, aber nicht mit uns geredet."
Dabei sei die Verkehrsbelastung seit der Öffnung der A26 in beide Richtungen eklatant gewachsen. Von 6.000 auf heute 12.000 Fahrzeuge. Und der Schwerlastverkehr, der Dammhausen eigentlich gar nicht passieren dürfte, komme noch hinzu. Rund 60 Lastwagen am Tag. Günter Nocen ergänzt, dass erste Bürger darüber nachdenken, ihr Haus zu verkaufen. "Es ist sehr laut geworden."

Tödter und andere fordern von der BI Rübker Straße daher "Schluss mit der Totalverweigerung." Harmut Danielzik nennt die Position der BI Rübker Straße "eine egoistische Gedankenlosigkeit". Die Mitglieder der BI Dammhausen erinnern daran, dass auch sie gegen die Öffnung der Autobahn geklagt haben, diese Klage aber derzeit ruhen lassen, weil ein neuer Rad- und Fußweg sowie zusätzliche Bushaltestellen gebaut werden sollen. Das, so die Hoffnung, werde dafür sorgen, dass es sicherer im Buxtehuder Ortsteil wird.

Auf allen Seiten müsse es Kompromissbereitschaft geben, lautete die Forderung aus Dammhausen an die Menschen an der Rübker Straße.