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BI Rübker Straße zur Landkreis-Planung: "Das ist blamabel"

Die Baustelle an der Konrad-Adenauer-Allee wird die Stadt in ein Verkehrschaos stürzen, befürchtet die Bürgerinitiative Rübker Straße (Foto: tk)
Bürgerinitiative Rübker Straße übt weiterhin Kritik an den Landkreisplänen zum A26-Zubringer

tk. Buxtehude. An der Landkreis-Planung, die Rübker Straße (K40) zum A26-Zubringer auszubauen, findet die Bürgerinitiative (BI) Rübker Straße keinen einzigen überzeugenden Aspekt. Es haperte sogar bei Kleinigkeiten, moniert BI-Sprecher Ulrich Felgentreu. Ende Mai hatte der zweitägige Erörterungstermin zu den Einwendungen stattgefunden. Das Protokoll sollte vier Wochen später fertig sein. "Wir haben es immer noch nicht", stellt Felgentreu fest. Es soll jetzt zeitnah verschickt werden, so Landkreis-Sprecher Christian Schmidt. Für Felgentreu ist das Tempo der Protokoll-Erstellung ein Indiz dafür, dass die gesamte Planung weder Hand noch Fuß habe. Das habe sich bei einem Ortstermin nach dem Erörterungstermin einmal mehr gezeigt.



Der BI-Sprecher macht das an mehreren Beispielen fest: In der bislang vorliegenden Planung sollte die Feuerwehr bei einem Einsatz in der Nähe der Gaststätte "Hoyers Eck" in die neu zu bauende, schmale Anliegerstraße einbiegen und rückwärts unmittelbar neben der Lärmschutzwand zum Brandort fahren. Nach dem Termin vor Ort wird die Lärmschutzwand zum Reinfahren zwar geöffnet, das Einsatzfahrzeug müsse sich dennoch nahn an die Wand quetschen. "Nach sechs Jahren Planung durch den Landkreis ist das eine blamable Leistung", so Felgentreu.

Nächster Kritikpunkt der BI: Die Lärmberechnungen stimmten nicht. So sei nicht berücksichtigt worden, dass einige Häuser höher gelegen seien. "Das wusste der Kreis nicht", sagt Felgentreu. Hinzu komme, dass der Fluglärm in die Gesamtbetrachtung nicht einbezogen worden sei. "Fatal, denn die Einflugschneise zum Hamburger Flughafen geht bei Ostwind über die K40", sagt Felgentreu.

Ein weiterer Punkt, den die BI zu bedenken gibt: Weil die K40 nicht ausgebaut, sondern komplett neu gebaut wird, werde für Jahre Verkehrschaos in Buxtehude herrschen. Laut Ulrich Felgentreu habe der Landkreis von drei Jahren Gesamtbauzeit gesprochen. "Mit dem halben Jahr Kreiselbaustelle an der Estebrügger Straße erleben wir schon heute, wie massiv die Folgen sind."