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Borsteler Binnenelbe in der engeren Auswahl

bc. Jork. Die Anbindung der Borsteler Binnenelbe an die Tideelbe hat es im Forum Tideelbe in die engere Auswahl von fünf potenziellen Maßnahmen geschafft. Das berichtete Jorks Bürgermeister Gerd Hubert im Bauausschuss. Das Forum beschäftigt sich mit Maßnahmen zur Reduzierung der Verschlickung in der Elbe.
Grundsätzlich sind zwei Varianten einer Anbindung denkbar: Bei der großen Lösung könnte unter Einbeziehung der Obstbauflächen auf rund 180 Hektar der Tideeinfluss wieder hergestellt werden. Allerdings ist eine Realisierbarkeit wenig wahrscheinlich, da die Flächen vermutlich nicht zur Verfügung stehen. Die Obstbauern sehen die Maßnahme sehr kritisch.
Sofern aber die Obstplantagen ausgespart werden, erscheint die Maßnahme realisierbar. Ein Anschluss der Binnenelbe wäre über zwei vorhandene Sielbauwerke möglich. Diese Variante wird von niedersächsischer Seite favorisiert. Allerdings wäre auch eine zusätzliche Deichlinie nötig. Hubert: „Oberdeichrichter Wilhelm Ulferts hält einen neuen Deich für schwer umsetzbar, da die Bodenverhältnisse einen Bau nicht zulassen.“
Obstbauern und Wassersportler kritisierten im Bauausschuss, dass die Gemeinde die Interessen der Bürger nicht ausreichend im Forum vertreten würde. Möglich wäre für Jork ein Sitz im Lenkungskreis des Forums. In dem Fall müsste die Gemeinde aber stellvertretend auch die Interessen der Landkreise Stade und Cuxhaven vertreten. „Wir müssten uns mit den Kreisverwaltungen ins Benehmen setzen. Das ist bislang nicht geplant“, so Hubert auf Nachfrage.
Stattdessen wird die Gemeinde einen Vertreter in eine weitere, untergeordnete Arbeitsgruppe entsenden. Dort sollen künftig neben anderen Vertretern auch der Deichverband der II. Meile, das Landvolk, der Schleusen- wie auch der Unterhaltungsverband sitzen.