Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Bürgermeisterwahl in Buxtehude: Von Wundern und Kandidatensuche

tk. Buxtehude. "Wunder gibt es immer wieder", heißt ein Schlager - und wenn das stimmt, dann werden die beiden großen Buxtehuder Ratsfraktionen CDU und SPD doch noch einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aus dem Hut zaubern. Was diese Sache etwas schwieriger macht: Der oder die soll Chancen auf einen Sieg haben, und die Zeit drängt. Denn der Rat wird voraussichtlich während seiner nächsten Sitzung beschließen, dass die Bürgermeisterwahlen im Mai stattfinden.

Sichtlich entspannt sind Astrid Bade, SPD-Fraktionschefin, und Lorenz Hünnemeyer, CDU-Stadtverbandschef. Beide sind überzeugt: Der Zug ist noch nicht abgefahren. Hünnemeyer räumt ein, dass es schon mehrere Gespräche gegeben habe, aber noch kein strahlender Wahlsieger in spe angebissen habe. Die Unsicherheit um Amtszeiten und Stichwahlen hätten dazu geführt, dass gute Leute abgewunken hätten.
Schon kurios, was in den vergangenen zwölf Monaten an Kandidaten gehandelt wurde: Fachbereichsleiter und Verwaltungsjurist Ralf Dessel, die CDU-Ratsmitglieder Olaf Riesterer und Birgit Butter. Immer mal wieder fällt auch der Name des SPD-Ratsherrn Christian Krüger. Das einzige was feststeht: Die Erste Stadträtin Katja-Oldenburg-Schmidt tritt als parterilose Bewerberin an.
"Keine Panik", sagt Astrid Bade. Sie will auf jeden Fall, dass Katja Oldenburg-Schmidt nicht nur gegen sich selbst in den Wahlkampf zieht. "Jemand muss von außen kommen", sagt Bade. Nachdem Michael Nyveld aus den eigenen Reihen der Verwaltung zum Stadtbaurat gewählt wurde, müsse jetzt frischer Wind kommen.
Es gibt in den Reihen der SPD allerdings Skeptiker, die sagen: "Wenn wir jetzt keinen haben, finden wir auch keine Kandidaten mehr."
Einige der gewieften Taktiker bei SPD und CDU denken aber halblaut darüber nach, ob es nicht eine gemeinsame Kandidatensuche geben könnte. Das dürfte spannend in doppelter Hinsicht werden. Denn: Entgegen dem Trend in Buxtehude, bloß keine rot-grüne Zusammenarbeit zu suchen, gibt es bei den Genossen einige, die mit den Grünen vielleicht doch gemeinsame Sache machen wollen. Das wäre wirklich ein kleines politisches Wunder.