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Bullenbruch: Wann kommt der Polder?

Die ersten vorbereitenden Arbeiten für den Bullenbruch-Polder sind an der K36 im Zuge der Aue-Verlegung bereits sichtbar geworden
Gemeinsam finanziertes Überflutungsgebiet könnte erstes Projekt eines neuen Zweckverbandes werden

bc. Horneburg. Der Hochwasserschutz an der Este wird intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert (siehe Infokasten unten), mindestens genauso wichtig ist jedoch die Entwicklung an Aue und Lühe. Das ist spätestens seit der Flut in Horneburg im Jahr 2002 klar. Die ersten vorbereitenden Arbeiten für einen Überlauf sind an der K36 im Zuge der Aue-Verlegung bereits sichtbar geworden. Fertig ist der Polder aber noch nicht. Es fehlen die Eindeichungen im östlichen Teil des Gebiets. Deswegen gab es schon Kritik aus Buxtehude. Jetzt sind die Planungen vorangeschritten.
Wie berichtet, wird seit Jahren an dem Hochwasserentlastungspolder Bullenbruch zwischen Horneburg und Buxtehude geplant. Vor Kurzem hat Landrat Michael Roesberg nun Vertreter aller Kommunen im Einzugsbereich des Flusses sowie Verbände und Fachbehörden eingeladen, um das Projekt voranzubringen. Fazit: Grundsätzlich besteht die Bereitschaft, einen Zweckverband Hochwasserschutz zu bilden. Gemeinsam könnten die Kommunen dann Maßnahmen für den gesamten Flusslauf planen. In dem Zusammenhang könnte der Überflutungspolder Bullenbruch das erste gemeinsame, nach einem noch festzulegenden Schlüssel finanzierte Projekt des Zweckverbandes werden.
In einem nächsten Schritt wollen die Beteiligten nun Einzelheiten für eine Verbandsgründung klären. Voraussetzung sei, dass die politischen Gremien in den Kommunen zustimmen, so Roesberg. Der Landrat wertet das Ergebnis des Treffens als „Signal an alle Anrainer von Aue und Lühe, das gemeinsame Ziel zügig zu verfolgen“.
Oberdeichrichter Wilhelm Ulferts (Deichverband II. Meile Alten Landes) dazu: "Der Verband soll die Trägerschaft für entsprechende Maßnahmen und im Überflutungsfall auch die Schadensregulierung übernehmen." Die ungeklärte Entschädigungsfrage hatte das Projekt bislang hauptsächlich verzögert.
Der Deichverband II. Meile könne den Bau des Polders zwar betreuen, mit dem Planfeststellungsverfahren müsse jedoch die Trägerschaft auf den Verband übergehen. Spätere Aufgaben des Verbandes könnten ein Hochwasser-Managementplan für den gesamten Fluss und weitere, gemeinsam beschlossene Bauwerke werden, so Ulferts. Er hofft, dass 2018 der Plan für den Bullenbruchpolder amtlich festgestellt werden kann. Avisierte Fertigstellung: 2021.
Kreisbaurat Hans-Hermann Bode weist darauf hin, dass weitere Maßnahmen für die Aue, etwa ein Polder im Oberlauf bei der Kakerbecker Mühle, bereits als Vorschlag im Jahr 2008 erarbeitet worden seien.

Vereinbarung für Este liegt vor

(bc). Um einen gemeinsamen Hochwasserschutz an der Este über die Gemeindegrenzen hinweg zu organisieren, forciert die Kreisverwaltung die Unterzeichnung einer verbindlichen Partnerschaftsvereinbarung aller Este-Kommunen, die zum Ziel hat, Fördermittel des Landes für die Umsetzung von Maßnahmen aus dem erfolgreich abgeschlossenen Projekt KLEE-Projekt (Klimaschutz im Einzugsgebiet der Este) zu erhalten (das WOCHENBLATT berichtete). Seit Kurzem liegt der Entwurf einer solchen Vereinbarung nun in den Gemeinden vor, teilt Landrat Michael Roesberg mit. Jetzt seien die Gemeinden gefragt - von Hollenstedt bis Hamburg. In einem zweiten Schritt müsse geklärt werden, wer in der Partnerschaft "den Hut aufsetze", so Roesberg. Vereinbarung für Este liegt vor.