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Buxtehude bekommt EU-Gelder: Torfweg wird attraktiver

Der Torfweg soll attraktiver werden. Dafür gibt es bis zu 750.000 Euro Förderung von der EU

tk. Buxtehude. Manchmal ist es gut, fertige Pläne für große Projekte in der Schublade zu haben, die noch auf Verwirklichung warten. Nämlich dann, wenn überraschend Fördergelder übrig geblieben sind. In Buxtehude ist das jetzt der Fall: Die Stadt bekommt aus EU-Kassen maximal 750.000 Euro, um damit den Torfweg aufzuwerten.

Dafür gab es bereits Pläne, als vor einigen Jahren der EU-Fördertopf über dem Altregierungsbezirk Lüneburg ausgeschüttet wurde. Der ganz große Wurf konnte damals aber nicht umgesetzt werden. Aktuell geht es jetzt um die Verteilung von Restmitteln, die übrig geblieben sind.
Der Torfweg, einschließlich der Ladenzeile, soll ansprechender und vor allem grüner gestaltet werden. Wege und Plätze könnten entstehen, Fassaden attraktiver werden und ganz nebenbei auch manches Parkraumproblem gelöst werden. Auch private Investoren könnten sich mit ihren Vorhaben ins städtische Konzept einklinken. Gespräche sollen bald stattfinden.
Die Planer - es soll unter anderem ein externes Büro eingeschaltet werden - müssen sich beeilen. Bis Ende 2014 muss nämlich die letzte Rechnung für die Torfweg-Umgestaltung bezahlt sein.
Außerdem muss die Politik mit ins Boot. Denn: Neben der maximalen Förderung von 750.000 Euro aus den Kassen der EU muss die Stadt einen Eigenanteil übernehmen. Das wären bis zu 250.000 Euro. Geld, das im städtischen Haushalt eingeplant werden muss.
Weil es grundsätzlich grünes Licht für die EU-Förderung gibt, kann sich die Stadt glücklich schätzen, gleich zwei Mal in den Genuss von Brüsseler Geldern zu kommen. Das Stadtteilzentrum "Stieglitzhaus", in der anfänglichen Planung ein Teil der gesamten Aufwertung des Stadtsüdens, wurde bereits mit zwei Millionen Euro EU-Geldern unterstützt.
Eine Idee, die allerdings noch nicht konkret geplant wurde: Am Torfweg entsteht ein so genannter "Shared Space". Das bedeutet vereinfacht, dass alle Verkehrsteilnehmer vom Radfahrer über den Fußgänger bis zum Autofahrer gleichberechtigt auf einer Straßenebene unterwegs sind und sich mit Rücksicht aufeinander fortbewegen.