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Buxtehude: Der Müll wird immer mehr!

tk. Buxtehude. "Mir reicht es", sagt Helga Schwarzstein. Der Forderung von WOCHENBLATT-Lesern, dass mehr Hundekot-Beutelspender in der Stadt aufgestellt werden müssen, setzt sie entgegen: Auch die Zweibeiner sollten häufiger mit Beuteln unterwegs sein. Mit Müllbeuteln.

Seit 27 Jahren wohnt Helga Schwarzstein in Buxtehude und hat beobachtet: "Der wilde Müll wird immer mehr." Täglich ist sie mit ihrem Hund unterwegs und ärgert sich über den Unrat, den andere auf die Straße werfen.

Das WOCHENBLATT war mit ihr auf einer kurzen "Tour de Müll": Start an der Halle Nord. Über den "Bunte Kuh Weg" geht es Richtung Entwässerungsgraben an der Hansestraße. Überall rechts und links auf dem nur wenige hundert Meter langen Stück Papierfetzen, Plastikmüll - natürlich auch Hundescheiße - sowie Fastfood-Tüten. Der Graben wurde von den Bürgern gar als Mülldeponie benutzt: Ein Metallgestell, diverse Flaschen im Wasser und Unrat, der nicht mehr zu identifizeren ist. Am Ufer zerbröseltes Fladenbrot, das Ratten anlockt.

"Ich könnten Ihnen überall in der Stadt solche wilden Müllhaufen zeigen", sagt sie. Bei der Stadtverwaltung hat sie sich gemeldet und darauf hingewiesen, dass mal wieder gründlich aufgeräumt werden müsste. Eine Antwort habe sie jedoch nicht bekommen.

Das WOCHENBLATT hakt nach: Torsten Voß, Leiter des städtischen Baubetriebshofs ist ein Mann der Tat: "Im Laufe der Woche kümmern wir uns drum!"
Was für jeden Buxtehuder ärgerlich ist: Die Stadt muss jedes Jahr rund 20.000 Euro für die Beiseitigung wilder Müllkippen ausgeben. Keine Frage - davon wäre jeder Cent an anderer Stelle besser investiert.