Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Buxtehude: Für die Sanierung des Forums Süd werden 300.000 Euro mehr fällig

So ungefähr könnte der neue Eingang samt Café aussehen (Foto: Wedemann)

Stand der Dinge: Forum Süd und Museums-Erweiterung / Arbeiten im Zeitplan

tk. Buxtehude. Die Sanierung des Forums Süd und Brandschutzmaßnahmen im Schulzentrum werden teurer. Die Gesamtkosten steigen um 300.000 Euro auf 2,7 Millionen Euro. Diese unerfreuliche Nachricht teilte Architekt Bernd Wedemann den Mitgliedern des Buxtehuder Bauausschusses mit. Wedemann berichtete über den Verlauf der Sanierungsarbeiten am Schulzentrum Süd und den Stand der Dinge bei der Erweiterung und Sanierung des Museums.

Bei den Bauarbeiten rund ums Forum gab es Überraschungen: Versorgungskanäle und -leitungen, die nirgendwo eingezeichnet waren, Elektroinstallationen, die laut Wedemann "merkwürdig sind" und Styropor dort, wo eigentlich aus brandschutztechnischen Gründen anderes Dämmmaterial hingehört. Trotz der Voruntersuchung sei das Ausmaß der zusätzlich erforderlichen Arbeiten erst im Verlauf der Sanierung entdeckt worden, so Wedemann.

Dass es bei einem Bauwerk aus den 1970er Jahren Überraschungen geben kann, wurde nicht kontrovers diskutiert. Für einige Ausschussmitglieder rückte die Frage in den Fokus: Wie sicher sind andere städtische Gebäude, wenn es brennt? Michael Nyveld, Erster Stadtrat, erklärte, dass sich beim Brandschutz in den vergangenen Jahren grundsätzlich etwas verändert habe. Einer der Gründe dafür war die Brandkatastrophe auf dem Düsseldorfer Flughafen 1996. Dabei starben 17 Menschen. "Vor allem an Rauchvergiftungen", so Nyveld. Seitdem werde sehr viel stärker darauf geachtet, dass Rauch im Ernstfall abziehen könne. "Gebäude wie das Schulzentrum Süd wurden mit dem Wissen aus der damaligen Zeit gebaut", so Nyveld.

Beim Museum gab es keine finanziellen Überraschungen. Die geschätzten Investitionskosten von 4,3 Millionen Euro bleiben auch nach den konkreten Berechnungen konstant. Die Arbeiten liegen derzeit aber zwei Monate im Zeitplan zurück. Die statischen Berechnungen für das denkmalgeschützte "Samel"-Haus seien sehr aufwändig, so Architekt Wedemann. Hintergrund: Das Museum hat dieses Gebäude am Petri-Platz dazubekommen. Dort entsteht der neue Haupteingang samt Café und in einem angrenzenden Neubau zusätzlicher Ausstellungsraum sowie ein Depot. Die Arbeiten für Sanierung und Neubau sollen im letzten Quartal 2018 beendet sein.

Die Idee von Michael Lemke (Grüne), nur die denkmalgeschützte Fassade des "Samel"-Hauses zu erhalten und dahinter einen Neubau zu erreichten, stieß auf keine Gegenliebe. "Das Haus ist insgesamt absolut erhaltenswert", sagte Nyveld.
Was ungewiss ist: Auch das zum Gebäudekomplex gehörende Heimatmuseum müsste saniert werden. Vorsichtigen Schätzungen zufolge würde das rund 300.000 Euro kosten. Weil das Heimatmuseum aber dem Heimatverein und nicht der Stadt gehört, können Politik und Verwaltung nicht alleine entscheiden.