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Buxtehude: Klage gegen ein Bauprojekt

Daa rote Haus wird dem Neubau weichen, die Wiese im Vordeergrund hat dei Stadt an den Projektentwickler verkauft (Foto: tk)
Anwohner lehnen zwei neue Mehrfamilienhäuser ab / "Zu groß dimensioniert" / Baugenehmigung erteilt

tk. Buxtehude. In Buxtehude sind Wohnungen Mangelware. Doch nicht jedes Neubauvorhaben stößt überall auf Zustimmung: An der Estetalstraße, kurz vor dem Heidebad, sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils vier bis fünf Wohneinheiten gebaut werden. Dagegen gibt es von Nachbarn massiven Widerstand. Sie legen über ihren Anwalt Widerspruch gegen die Baugenehmigung ein und wollen vor Gericht die Erlaubnis zum Bau der beiden Häuser aussetzen lassen. Der Projektentwickler bleibt gelassen. Eine rechtskräftige Baugenehmigung liege schließlich vor.



Die Anwohner, zehn haben sich für den Gang zum Verwaltungsgericht Stade zusammengetan, betonen, dass sie grundsätzlich nichts gegen eine Bebauung haben. Die beiden geplanten Objekte seien aber zu groß, zu hoch und würden 14 Parkplätze benötigen. Das sehe unschön aus und ziehe viel Verkehr nach sich.
Für die beiden Neubauten soll das Haus Nr. 59 abgerissen werden. Auf diesem Grundstück und auf einer Fläche, die die Stadt an den Projektentwickler verkauft hat, sollen die zwei Mehrfamilienhäuser errichtet werden.

Die Nachbarn kritisieren, dass die Neubauten nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches genehmigt wurden. Der besagt, vereinfacht ausgedrückt: Wenn sich ein Neubau in die bestehende Bebauung einpasst, ist er genehmigungsfähig. Das bezweifeln die Anlieger aufgrund der Dimensionen des geplanten Vorhabens.
Hinzu käme eine nach ihrer Ansicht mangelhafte oder fehlende Information bzw. Beteiligung im Vorfeld der Baugenehmigung. "Am Anfang sind wir von einem Einfamilienhaus ausgegangen", so eine Anwohnerin. Sie führen außerdem ins Feld, dass die Bebauung des bislang freien städtischen Areal - und die damit einhergehende Versieglung - zu Überflutungsproblen auf den Grundstücken in Estenähe führen werde. Der Gang vor Gericht sei programmiert.

Der Projektentwickler verweist darauf, dass sein Vorhaben genehmigt wurde. Die Stadt habe genauestens geprüft. "Die Stadt braucht Wohnraum", so der Projektentwickler, der trotz Klageandrohung an seinem Vorhaben festhält. Der Erste Stadtrat Michael Nyveld verweist ebenfalls darauf, dass die rechtmäßige Baugenehmigung vorliege. Widerspruch oder Klage dagegen sei aber ein gutes Recht aller, die nicht mit dem Vorhaben einverstanden seien.