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Buxtehude: Konzept für Stieglitzweg

Der Bereich rund um die Grundschule am Stieglitzweg wurde als ein mögliches erstes Klimaquartier vorgestellt (Foto: Plan: BauBeCon)

Sanierungsträger stellt im Ausschuss für Stadtentwicklung Maßnahmen zum Klimaschutz vor 

ab. Buxtehude.
Zukünftige Maßnahmen für den Klimaschutz in der Hansestadt präsentierten jüngst Klimaschutzmanagerin Ann-Kahtrin Bopp und Sanierungsexperte Ralf Manke vom Sanierungsträger „BauBeCon“ den Ausschussmitgliedern für Stadtentwicklung. Der Sanierungsträger handelt in kommunalem Auftrag und unterstützt die Hansestadt als Komplettdienstleister. Exemplarisch war dazu ein Areal um die Grundschule am Stieglitzweg als mögliches Klimaschutzquartier ausgewählt worden.

Die neun Hektar große Fläche sei ein gutes Beispiel, sagte Manke und erklärte: „Die dort vorhandenen 30 Reihenhäuser und 25 Geschossbauten wurden zwischen 1960 und 1970 erbaut. Es gibt großes Sanierungspotenzial.“ Bei einem Großteil der Bewohner handele es sich um Eigentümer. Die Beteiligung an dem Projekt sei freiwillig.

40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland seien, so Manke, auf alte Gebäude zurückzuführen. Die Bundesregierung wolle in diesem Bereich Klimaneutralität erreichen, und das bis zum Jahr 2050. Bundesweit soll der Sanierungsbestand von ein auf zwei Prozent angehoben und dazu quartiersbezogene energetische Konzepte sowie das damit einhergehende Sanierungsmanagement besonders gefördert werden.
Ein mögliches Leuchtturmprojekt könnte die Grundschule am Stieglitzweg werden: Im Jahr 2020 seien bereits Sanierungsmaßnahmen vorgesehen - ein Sanierungsmanagement könnte sich unterstützend einbringen.

Die Grundschule habe schon Interesse signalisiert, fördermittelbezogen die dortigen Pavillons sanieren zu lassen, informierte Stadtplanerin Annette Mojik-Schneede von der Verwaltung. Sie erklärte, dass sich der Inhalt des Quartierkonzeptes noch nicht konkretisieren lasse, und erläuterte, dass sich das Programm in zwei Stufen gliedere: Zuerst werde das Konzept erstellt und anschließend von einem externen Sanierungsmanager umgesetzt.

Was dabei auf die Stadt entfallen würde, erörterte Manke anhand eines Rechenbeispiels: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert das Quartierkonzept mit 65 Prozent, die N-Bank mit 20 Prozent. Bei Gesamtkosten in Höhe von 40.000 Euro würde die KfW einen Zuschuss von 26.000 Euro gewähren, die N-Bank 8.000 Euro. Heißt, die Stadt wäre mit 6.000 Euro beteiligt. Ein externer Sanierungsmanager würde sich anschließend in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren um das Quartier kümmern. 65 Prozent der förderfähigen Sach- und Personalkosten, maximal 250.000 Euro würden ebenfalls gefördert werden.

„Es ist ein Angebot, eine Chance, den Menschen Möglichkeiten aufzuzeigen“, kommentierte der Erste Stadtrat Michael Nyveld. Mit Ideen und Vorschlägen müsse man jetzt in Vorleistung gehen. „Ein Beitrag, den wir uns leisten können müssen“, kommentierte Benjamin Koch-Böhnke (Die Linke). In Sachen Klima müsse die Stadt noch weiter vorankommen.

Über den Beschluss, ob ein Konzept erstellt wird, entschieden die Ausschussmitglieder nach Redaktionsschluss.