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Buxtehude: Sechs Windräder genehmigt, Anlieger sehen Probleme

Die Debatte um Windkraftstandorte in Buxtehude mobilisierte die Anlieger

tk. Buxtehude. Der Buxtehuder Planungsausschuss hat am Dienstagabend grünes Licht für den Bau von insgesamt sechs Windkraftanlagen - drei bei Daensen und drei bei Immenbeck - gegeben. Mit breiter politischer Mehrheit wurde das sogenannte gemeindliche Einvernehmen erteilt. Die Genehmigung für den Bau der insgesamt 193 Meter hohen Anlagen mit einem Rotordurchmesser von 115 Meter kommt letztendlich aber vom Landkreis.

Viele Anwohner, teilweise in einer Bürgerinitiative organisiert, nutzten die Fragestunde, um die Standortwahl zu bemängeln. Hauptkritikpunkt: Zu dicht an der Wohnbebauung, besonders in Daensen. Der Ortsteil ist 905 Meter, die ersten Häuser 750 Meter von den Windrädern entfernt.

Argument der Verwaltung: Diese in der übergeordneten Planung, dem Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) festgelegten Flächen (sogenannte Vorrangstandorte) seien komplett auf ihre Verträglichkeit überprüft - und abgesegnet. Das Einvernehmen der Stadt könne daher auch nicht verweigert werden. Die jetzt festgezurrten sechs Standorte seien zudem mit dem Investor - den Stadtwerken Buxtehude - als Kompromiss ausgehandelt wurden.

Die Bürger aus Daensen und Immenbeck fühlen sich dennoch nicht mitgenommen. Ortsvorseher Nils Großkreutz aus Immenbeck: "Die Menschen wurden zu wenig informiert." Einzig Dörte Matthies (FDP) lehnte im Ausschuss die Pläne ab. Begründung Sie seien ihr "zu weitreichend".

Dennoch - die Entscheidung steht, eine Baugenehmigung durch den Landkreis wird mit Sicherheit erteilt werden. In Gesprächen mit den Anwohnern soll der Betreiber noch Details besprechen.

"Das war keine einfache Entscheidung", sagte Arnhild Biesenbach (CDU) im Bewusstsein, dass es Widerstand gegen die Standortwahl gibt. Es gelte aber, die Energiewende voranzubringen. Die Vorrangflächen würden nur knapp drei Prozent der Landkreisflächen betreffen. Würden die Bestimmungen im RROP noch enger gefasst, gebe es gar keinenGrund und Boden für Windräder.

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