Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Buxtehude steigt beim Radwanderbus ein

Der Radbus soll künftig auch Buxtehude anbinden (Foto: Dennis Williamson)
Knappe Mehrheit für neues Angebot / Zuschussbedarf liegt bei 18.000 Euro im Jahr

tk. Buxtehude Die Estestadt steigt beim Elberadwanderbus ein. Diese Entscheidung fiel mit einer denkbar knappen Mehrheit mit sechs Ja- zu fünf Neinstimmen am Mittwochabend im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus. Der Startschuss für das neue Angebot soll im April 2018 fallen.

Das ist geplant: Von April bis Oktober fährt der Bus mit Fahrradanhänger acht Mal täglich von Buxtehude über Dammhausen, Jork, Königreich bis Finkenwerder.  Damit wird das gesamte Radbussystem, das schon bis ins Land Kehdingen reicht, Richtung Hamburg deutlich erweitert. Die Stadt wird jährlich 18.000 Euro Zuschuss bezahlen. Der Landkreis trägt 7.000 Euro. Zudem muss die Hansestadt noch einen Fahrradanhänger für 15.000 Euro kaufen und in Werbemaßnahmen am Anfang mindestens 6.000 Euro pro Jahr investieren.

CDU und Linke wollten dieses neue Angebot und hatten dazu Anträge gestellt. Benjamin Koch Böhnke (Linke): "Eine solche Verbindung Richtung Finkenwerder gab es noch nie."Robert Kamprad (CDU): "Lasst uns mit acht Fahrten starten und sehen, wie das läuft." Alternativ wären noch mehr Touren oder als Sparmodell nur Fahrten bis Neuenfelde möglich gewesen.

Der Zuschussbedarf ist unter anderem so hoch, weil die Ticketpreise nicht kostendeckend sind. Die Tageskarte kostet pro Nutzer 6 Euro, ein Familienticket 9 Euro. Die SPD wollte daher noch nicht in dieses Angebot einsteigen. "Das macht rechnerisch einen Zuschussbedarf von 15 Euro pro Fahrgast wenn vier Menschen pro Tour im Bus sitzen", hatte Alexander Paatsch (SPD) für die 55 Betriebstage errechnet. "Absolut unverhältnismäßig", so Paatsch. Ein Argument, dem sich die AfD und die FWG anschlossen. Die Grünen waren dagegen voll auf Radbus-Linie. "Wir bringen Buxtehude nach Hamburg und umgekehrt", sagte Michael Lemke.

Spannend ist die Frage, wie der Ausschuss das neue Angebot bewerten wird, wenn in einem Jahr konkrete Zahlen zur Nutzung vorliegen. Kritiker monieren, dass der Bus zu oft leer durch den Landkreis fahre.