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Buxtehude: Stellensuche als Triple-Flop

tk. Buxtehude. Auch der dritte Anlauf hat nicht geklappt: Die Streetworkerstelle in Buxtehude wurde nicht besetzt. Die Pädagogin sprang wieder ab. Aus der Not will die Stadtverwaltung eine Tugend machen. Durch interne Regelungen sollen die richtigen Leute aus dem bestehenden Jugendpflege-Team diesen wichtigen Job übernehmen, ohne dass es zu einer erneuten Ausschreibung kommt. Ungeachtetet dieser Lösung hat sich der AWO-Kreisverband Stade als externer Träger für den Streetworker-Job ins Spiel gebracht.

Das ist der Hintergrund: Seitdem Marc Olszewski von der Streetworker-Stelle auf den Posten des Jugendpflegers gewechselt ist, klafft eine Lücke. Sie sollte durch die Neueinstellung gefüllt werden
Zwei bereits eingestellte Pädagogen sind wieder weg. Inoffizielle Begründung: Sie entsprachen im Arbeitsalltag nicht den Anforderungen. Eine Stelleninhaberin soll etwa Probleme gehabt haben, mit Jugendlichen zu reden. Schlecht bei diesem Job.
Angesichts der Triple-Flops will die Stadtverwaltung jetzt mit Bordmitteln reagieren. Das funktioniert, hat das WOCHENBLATT erfahren, weil ein erkrankter Mitarbeiter wieder mit dabei ist.
Schon vor der erneuten Stellen-Panne hatte sich der AWO-Kreisverband ins Spiel gebracht. Jüngst haben die beiden Buxtehuder Ratspolitiker Hans-Uwe Hansen (SPD, Kreisvorsitzender der AWO) und Bodo Klages (FWG/BBG, Vorsitzender der AWO Buxtehude) noch einmal für diese Lösung geworben. "Die AWO kann das", sagt Hansen. Im Altländer Viertel in Stade hat die AWO schon einmal einen Streetworker beschäftigt.
Allerdings will die AWO diese Aufgabe nur in Eigenregie betreiben. "Nach unseren Vorstellungen", so der SPD-Politiker Hansen. Eine Stellenvermittlung für die Stadt werde die AWO nicht anbieten.
Dass zwei Ratspolitiker Werbung für eine solche Lösung machen, kommt nach WOCHENBLATT-Informationen bei einigen anderen in den Buxtehuder Gremien nicht so gut an. Natürlich seien die AWO-Posten ehrenamtlich, doch das Eintreten für die AWO-Lösung sei manchen "auf die Nerven gegangen", so ein Ratsmitglied. Denn es ginge bei dem Streetworker-Job auch um sehr viel Geld.
Offenbar geht Hans-Uwe Hansen auch nicht davon aus, dass die AWO zum Zuge kommt. Gegen den ausdrücklichen Wunsch der Verwaltung könne das nicht umgesetzt werden, so Hansen. Und bislang gibt es kein Signal aus dem Jugendfachbereich der Stadt, dass eine externe Lösung überhaupt in Betracht gezogen werde. Eine solch wichtige Schnittstelle dürfe nicht außer Haus angesiedelt sein, ist bislang die Marschrichtung der Verwaltung.