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Buxtehude: Wohnraum auf dem "Womo"-Platz schaffen

Wohnen statt Wohnmobil: Die Linke will auf diesem Platz günstige Wohnungen mit maximal sechs Euro Kaltmiete bauen lassen
Linke will bezahlbare Wohnungen errichten und den Wohnmobilstellplatz verlegen

tk. Buxtehude. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist für die Linke im Buxtehuder Rat ein Thema von zentraler Bedeutung. Mit mehreren Anträgen will die Fraktion den akuten Mangel an günstigen Wohnungen angehen. Zentrale Forderung: Der Wohnmobilplatz am Genslerweg wird verlegt und dort entstehen neue Wohnungen mit einer maximalen Kaltmiete von sechs Euro pro Quadratmeter.

Die Linke bezieht sich auf das Wohnraumversorgungskonzept. Das attestiert einen erheblichen Mangel an günstigen Wohnungen in der Estestadt. Daher sollte der Womo-Stellplatz auf die freie Fläche zwischen Festhalle und Gildestraße verlegt werden. Auf dem jetzigen Gelände für Wohnmobile sollte eine stadteigene Gesellschaft Wohnungen bauen, die im Eigentum Buxtehudes bleiben. Alternativ, so der Vorschlag der Linken, könnte auch die Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft dieses Projekt übernehmen. Voraussetzung: Es bleibt langfristig bei den sechs Euro Kaltmiete.
Dass dieser Vorschlag jetzt kommt, hat mit der Neufestlegung von Überflutungsflächen für die Este in der Innenstadt zu tun. Aufgrund fehlerhafter Daten mussten das vom Land zum zweiten Mal festgesetzt werden. Positive Folge für die Stadt: Grundstücke, die bislang als Überflutungsreserve verzeichnet waren, können jetzt wieder überplant werden.

Im Umfeld des Wohnmobilplatzes zu bauen ist zudem keine ganz neue Idee. Vor einigen Jahren gab es Überlegungen in der Stadtverwaltung, dort Grundstücke an einen Investor zu verkaufen, der Stadtvillen errichten wollte. In diesem Zusammenhang sollte der ganz große Wurf realisiert werden: Die marode Festhalle hätte ersetzt werden können und vom Verkaufserlös städtischer Grundstücke war ein Kreisverkehr an der Gildestraße/Stader Straße angedacht. Der Hochwasserschutz machte diesem Gedankenspiel jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Aktuell fordern die Linken zudem, dass der Bebauungsplan für die Giselbertstraße geändert wird. Die Festsetzung, dass maximal 30 Prozent der Wohneinheiten im Bereich des bezahlbaren Wohnraumes liegen sollen, reiche nicht. Forderung: 30 Prozent aller Wohnungen dort dürfen nicht mehr als sechs Euro Kaltmiete kosten. Weitere 30 Prozent sollten im Bereich zwischen sechs und acht Euro liegen. Zudem müssten diese Häuser im Eigentum der Stadt oder einer neu zu gründenden städtischen Wohnungsbaugesellschaft bleiben.
Der Bebauungsplan für die Giselbertstraße ist auf der Zielgeraden und soll demnächst beschlossen werden.