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Buxtehuder Bahnhofstraße: Das ist eine Aufgabe für den nächsten Rat

Das Miteinander von Radfahrern und Fußgängern funktioniert nicht immer (Foto: tk)

tk. Buxtehude. Klingelingeling! Energisch wird auf der Bahnhofstraße die Fahrradklingel betätigt, wenn sich Fußgänger auf den vermeintlichen Radweg verirren. Es ist den Radfahrern auch nicht unbedingt zu verdenken: Mit farblich abgesetztem Pflaster sieht es so aus, als gäbe es getrennte Rad- und Fußwege - was de facto nicht der Fall ist. In der vergangenen Mittwochsausgabe hatte das WOCHENBLATT über die tolle Aktion von der Initiative Bahnhofstraße und vom Stadtmarketing berichtet: Große Blumenkästen hübschen die Straße auf. Doch reicht das aus, um eine Flaniermeile zu schaffen? Oder muss der nächste Rat für die Bahnhofstraße Geld in die Hand nehmen, um es nicht bei Verschönerungs-Kosmetik zu belassen?, wollte die Redaktion von den Ratsfraktionen wissen.



Die Antworten auf diese Frage könnten nicht unterschiedlicher ausfallen: Sie reichen von der Schaffung eines Shared Space (Grüne) bis hin zur Überlegung, klar getrennte Abschnitte für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen (CDU). Eine Gemeinsamkeit gibt es aber bei allen Fraktionen: sie sehen Handlungsbedarf und zwar bald.

Arnhild Biesenbach (CDU) findet das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer auf der Bahnhofstraße "schwierig". Sie hat Verständnis dafür, dass die meisten Radfahrer die Fahrbahn meiden. Dort gehörten sie eigentlich hin. "Jeder braucht einen klar getrennten Bereich", sagt sie. Ohne Geld gehe das zwar nicht, doch eine klare optische Unterscheidung koste "keine Riesensummen." Die CDU wolle vernünftige Vorschläge und nicht gleich ein ganzes Konzept.

Ähnlich sieht das die BBG/FWG. "Eine bessere Trennung ist gut und muss von der Politik aufgegriffen werden", sagt Bodo Klages.

Das sehen die Grünen anders. Sie wollen deutlich mehr. Michael Lemke: Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem Shared Space am Torfweg könnte man etwas ähnliches für die Bahnhofstraße entwickeln. "Der nächste Rat muss die Bahnhofstraße aus dem Dornröschenschlaf wecken", sagt Lemke.

"Es geht nicht um eine kleine Aufwertung mit neuem Pflaster, es geht um eine generelle Umgestaltung der Bahnhofstraße", gibt Astrid Bade (SPD) zu bedenken. Ein solches Vorhaben sei nicht in kurzer Zeit umzusetzen. Sie sei nicht sicher, dass ein solches Projekt schon mit dem nächsten Rat umzusetzen ist. "Die Planung muss aber angeschoben werden." Wünschenswert wäre es, wenn Radfahrer und Fußgänger einfach mehr Rücksicht aufeinander nehmen würden. "Das hat nichts mit dem Muster des Pflasters zu tun, sondern ist Kopfsache."

Dörte Matthies (FDP): "Die Bahnhofstraße ist ein Trauerspiel." Bevor über neue Konzepte nachgedacht werde, sollte es eine vernünftige Verkehrsplanung geben. Nachdenken könnte man zumindest darüber, ob nicht eine Einbahnstraße möglich wäre. So sehen die Regeln auf der Bahnhofstraße aus: Der Fußweg darf von Radfahrern genutzt werden. Das bedeutet aber: Fußgänger haben Vorrang. Die Radfahrer sollten grundsätzlich die Fahrbahn der Straße benutzen. Das sind die
Verkehrsregeln