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Buxtehuder Masterplan: 19 Projekte kurbeln den Tourismus an

(Foto: tk/Montage:MSR)

tk. Buxtehude. "Mit einer großen Chance auf Realisierung", so kündigte Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt den touristischen Masterplan für Buxtehude an. Viele Akteure, darunter auch Bürgerinnen und Bürger, hatten seit Februar daran gearbeitet. Ein Bündel von Maßnahmen, von der Aufwertung des Hafens bis hin zum Wanderwegenetz, soll die Estestadt für Besucher attraktiver machen.

• Der Weg zum Konzept: Mehr als 70 Mitwirkende haben unter der Regie der "cima"-Beratungsgesellschaft am Masterplan gearbeitet. Am Anfang stand eine Bestandsanalyse der touristischen Angebote sowie eine Bewertung. In Arbeitsgruppen wurden nach der Analyse anschließend mehr als 200 Einzelprojekte entwickelt. Daraus hat die "cima" 19 konkrete Projekte für Tagesgäste, Familien, Bootstouristen, Geschäftsreisende und Wohnmobilisten entwickelt.

• Die Schwerpunkte: "Kultur, Hanse, Märchen", außerdem "Wandern, Radfahren, Natur" sowie "Wasser, Este, Hafen." Alle drei Bereiche sollen vernetzt werden. Beispiel: Der Bootstourist mietet ein Rad, vom Hafen erkundet er über Wanderwege die Natur, lernt die Fabeltiere Has'- und Igel sowie die Buxtehuder Hanse-Kultur kennen. Die Estestadt will eng mit anderen touristischen Anbietern in der Region zusammenarbeiten. So lautet ein Schlagwort: "Profilierung als Kulturstadt im Alten Land". Das Alte Land ist das Markenzugpferd im Kreis Stade.

• Einzelne Maßnahmen: Ein neues Wanderwegenetz ist fast fertig. Das könnte noch mit einem Wasserspielplatz oder Ruheinseln im Neukloster Forst aufgewertet werden. Wegweiser und Infostelen leiten die Besucher. Zudem müsse das Radwegenetz optimiert werden und es sollte eine Leihstation für Fahrräder geben.
Weitere Ideen: In der Altstadt stehen Strandkörbe mit Audioguides, die die Has'- und Igelfabel erzählen. In Altstadtnähe könnte ein Camping- und Grillplatz entstehen.
Mehr öffentliche Toiletten müssen gebaut werden. Zudem sollten Gastronomen ihre WCs für Touristen kostenlos öffnen.

Das Potenzial im Hafen sei noch nicht ausgeschöpft. Den Stader Stadthafen laufen jährlich rund 2.800 Boote an, den Buxtehuder nur 177. Ziele: Neues Beleuchtungskonzept, bessere Infrastruktur - WCs, Duschen, Hafenmeister-Kabine - müssten entstehen. Die Este müsse ausgebaggert werden. .
Bei allen Angeboten soll auf die Barrierefreiheit geachtet werden. Die Einbeziehung von Apps und QR-Codes wird berücksichtigt.

• Wie geht es weiter? Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt will den Masterplan innerhalb von drei bis fünf Jahren umsetzen. Das Leitsystem mit Schildern kommt schon bald und als nächstes Vorhaben stehe die Beseitigung des Toiletten-Mangels auf dem Plan.

Die Maßnahmen werden jetzt in der Politik diskutiert. Nur der Rat bewiloigt Geld für einzelne Vorhaben. Zudem enthalte der Masterplan auch Hinweise auf Fördermittel.
• Das gesamte Konzept wird in Kürze auf der Homepage (www.buxtehude.de) veröffentlicht.

Ein Kommentar zum Masterplan