Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Buxtehuder Radverkehrskonzept: Grüne wollen es jetzt

Er hatte den Antrag auf eine zügigere Abwicklung des Radverkehrskonzeptes eingereicht: der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Michel Lemmke

Grünen-Antrag abgelehnt / Radverkehrskonzept wird später umgesetzt

ab. Buxtehude. Es soll schneller gehen mit der Umsetzung des Buxtehuder Radverkehrskonzeptes: Das forderten die Buxtehuder Grünen kürzlich in einem Eilantrag, eingereicht vom Fraktionsvorsitzenden Michael Lemke. Sofort nach der Sommerpause solle das Projekt, das den Ausbau des Ottensener Weges einschließt, in Angriff genommen werden. Damit soll Radfahrern endlich ermöglicht werden, auf der Straße zu fahren (das WOCHENBLATT berichtete). Die Mehrheit im Rat sah das allerdings anders und stimmte dagegen.

Fachleute hätten wiederholt festgestellt, dass Radfahren auf der Straße deutlich sicherer sei als auf dem Bürgersteig. "In die Umsetzung sollte jetzt Bewegung rein", forderte der Grünen-Ratsherr Ulrich Felgentreu. Das sei "kein Wunschdenken der Grünen", sondern eine gesetzliche Vorschrift. Es können nicht sein, dass Autofahrer ständig auf ihr Recht pochten. "Es ist auch das Recht der Radfahrer, die Straße zu benutzen." Die Brücke an der B73, so der Grünen-Politiker, sei ein Riesenproblem - und in Richtung der anderen Ratsmitglieder: "Bis das Konzept umgesetzt wird, ist die Radfahrsaison vorbei."

Die SPD-Mitglieder Astrid Bade und Thomas Sudmeyer hielten dagegen: Die Umsetzung solle nicht übers Knie gebrochen, die Strecke noch einmal abgefahren werden - das sei vorher beschlossen worden und dabei sollte es auch bleiben. "Für Sie ist alles klar", so Bade. "Aber vielleicht gibt es für andere noch Fragen."
"Wir wollen im Grunde doch alle das Gleiche", versuchte Arnhild Biesenbach (CDU) zu schlichten. Zwar müsse jetzt "Dampf gemacht werden", doch ob das Konzept nun zwei oder drei Monate später umgesetzt werde, sei nicht maßgebend.

"Bis Ottensen Höhe Klöterbusch sind wir uns doch alle einig - warum nicht jetzt den ersten Spatenstich setzen?", schlug Benjamin Koch-Böhnke (Linke) vor.
Das sei Stückwerk, jetzt irgendwo anzufangen, meinte Thomas Sudmeyer. "Dann fahren die Radler mal auf dem Bürgersteig, mal auf der Straße", so Sudmeyer.