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Buxtehuder Stadtbibliothek platzt aus allen Nähten

Für Stadtarchivar Bernd Utermöhlen (Mitte.) war es die letzte Haushaltsdebatte. Bibliotheksleiterin Ulrike Mensching (re.) legte beeindruckende Nutzerzahlen vor und nicht nur Ausschusschefin Christel Lemm wurde nachdenklich, denn die Bibliothek ist zu klein (Foto: tk)
Kein Thema im Haushalt, aber dennoch ein Problem, das gelöst werden muss

tk. Buxtehude. Haushaltsberatungen sind eine gute Gelegenheit, auch über Themen jenseits der Zahlen für den nächsten Etat zu reden. Im Buxtehuder Kulturausschuss wurde daher unversehens ein möglicher Umzug oder Neubau für die Stadtbibliothek diskutiert. Ganz neu ist das nicht, aber Leiterin Ulrike Mensching machte deutlich, dass die Bibliothek weit mehr als ein Ort zum Bücherausleihen sei. "Wir sind zum interkulturellen Treffpunkt geworden". Mit den drei Schulbibliotheken zusammen werden in diesem Jahr rund 300.000 Menschen die Stadtbibliothek besucht haben. Das denkmalgeschütze Gebäude platze aus allen Nähten. Jochen Dammann (SPD): "Wir kommen nicht drumherum wir brauchen eine Lösung."

Als Richtgröße hätten Bibliotheken in vergleichbaren Städten rund 2.000 Quadratmeter Fläche. Buxtehude verfüge über weniger als 400 Quadratmeter, machte Mensching das Problem deutlich.

Die SPD-Fraktion hatte vor Monaten schon ins Gespräch gebracht, über die Nutzung der ehemaligen Malerschule für die Stadtbibliothek nachzudenken. Der Kulturausschuss machte deutlich, bei der Planung der Nachnutzung mitreden wolle.
Im Verlauf der Diskussion zeichnete sich ab, dass die Debatte um den Standort des Medientempels an Fahrt aufnehmen wird. Angesichts der anstehenden Großprojekte in der Hansestadt dürfte einzig und allein der Umzug in die Malerschule eine vergleichsweise schnell umzusetzende Lösung sein.

Im Vergleich zu einem Umzug der Stadtbibliothek ist der Wunsch von Stadtarchivar Bernd Utermöhlen bescheiden: Er benötigte 2.500 Euro pro Jahr zusätzlich, um Akten aus dem Archiv auszulagern. Das platze ebenfalls aus allen Nähten und mit der Auslagerung bei einem Dienstleister würden 42 Regalmeter für Dokumentennachschub frei. Der Ausschuss sagte dazu einstimmig Ja. Es war übrigens die letzte Haushaltsdebatte, an der Bernd Utermöhlen mitwirkte. Er geht Anfang des kommenden Jahres in Pension.