Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Buxtehuder Stadtmarketing künftig mit mehr Spielraum?

Wird der Buxtehuder Wirtschaftsausschuss dem Stadtmarketing mehr Spielräume geben? Darüber wird am Mittwoch diskutiert (Foto: tk)
Stadtmarketing-Beirat soll gestärkt werden / Mehr Kompetenz mit festen Förderrichtlinien

tk. Buxtehude. Das Buxtehuder Stadtmarketing hat gerade mit großem Erfolg das erste Wintermärchen als neuen Weihnachtsmarkt umgesetzt. Lob gab es dafür von vielen Seiten, vor allem von Buxtehuder Bürgern und Besuchern der Stadt. Jetzt will das Stadtmarketing, seit 2015 unter dem Dach der Stadtverwaltung, mehr Handlungsfreiheit. Darüber debattiert der Buxtehuder Wirtschaftsausschuss am kommenden Mittwoch. Konkret sollen Förderrichtlinien von der Politik beschlossen werden, die es dem Stadtmarketing-Beirat ermöglicht, Veranstaltungen und Vereine im Rahmen eines Gesamtbudgets zu bezuschussen, ohne jedes einzelne Vorhaben erneut in den politischen Gremien beraten lassen zu müssen.

Der Antrag des Stadtmarktings fußt auf dem Dissens mit der Politik zum Steampunk-Festival. Das wollte das Marketing-Team in Eigenregie veranstalten und hatte einen Zuschuss von 30.000 Euro beantragt. Der Wirtschaftsausschuss lehnte das ab. Der Altstadtverein hat danach die Organisation des Festival übernommen. Allerdings: Der Wirtschaftsausschuss wollte den jährlichen Zuschuss (für die großen Veranstaltungen wie Stadt- und Weinfest) an den Altstadtverein von 75.000 Euro auf 60.000 Euro deckeln, der Altstadtverein hatte aber erneut 75.000 Euro beantragt. Die 15.000 Euro Mehrbedarf stehen aber mit einem Sperrvermerk im Haushalt 2018 (das WOCHENBLATT berichtete).

Weil über beide Themen kontrovers gestritten wurde, soll es jetzt eine Grundlage für Entscheidungen geschaffen werden. Die Entscheidung, welche Vereine und welche Projekte gefördert werden, fallen im Stadtmarketing-Beirat. Der soll nun mit Förderrichtlinien gestärkt werden. Wenn eine Veranstaltung für das Stadtmarketing wichtig ist, soll der Beirat in Eigenregie entscheiden können.

Spannend dabei dürften auch die Fragen werden, ob die Politik dem Stadtmarketing künftig eine längere Leine lässt und was ab 2019 mit dem Zuschuss an den Altstadtverein wird. Der hatte im vergangenen Jahr erstmals 75.000 Euro bekommen. Sonst wären die großen Events nicht mehr bezahlbar gewesen, hatte der Vorstand des Altstadtvereins deutlich gemacht. Fließt diese Summe künftig vielleicht in den Stadtmarketing-Topf, der den Altstadtverein dann projektgebunden fördert?