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Buxtehuder Zukunftsprojekte: Heißes Treff ohne zündende Ideen

Die Neugestaltung des Petri-Platzes ist eines der Projekte, die in der Zukunft anstehen (Foto: tk)

Nicht-öffentlich wurden Zukunftsprojekte diskutiert / Politiker enttäuscht

tk. Buxtehude. Heiß wegen der Temperaturen statt hitzig wegen packender Themen: So sprechen Ratsmitglieder aus unterschiedlichen Fraktionen über die nicht-öffentliche Sitzung, bei der Zukunftsprojekte für Buxtehude diskutiert und priorisiert werden sollten. Weil die Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, hat das WOCHENBLATT informell mit Politikern gesprochen. Bei den meisten überwiegt Enttäuschung. "Wir hatten uns mehr versprochen" oder "wirklich Neues haben wir nicht erfahren", lauteten Kommentare über die Sitzung, die lange vier Stunden dauerte.



Es waren im wesentlichen zwei große Themenkomplexe, um die es ging: zukünftige Hochbauprojekte und die mögliche Entwicklung von Wohnbauland einschließlich der innerstädtischen Verdichtung. "Im Grunde genommen war bei den Bauprojekten alles schon vorher bekannt", so ein Politiker. Dass die Schulen Priorität haben und die Halle Nord 2018 ansteht, sei keine Überraschung, sondern eine Pflichtaufgabe der Stadt. Die Tatsache, dass das Neubaugebiet Giselbertstraße in den kommenden fünf Jahren die Bauverwaltung beschäftigt, sei ebenfalls keine Neuigkeit.

Bei potentiellen Wohnbauflächen seien im Anschluss sehr viele Infos sehr schnell auf die Politiker eingeprasselt. "20 kleine Fotos mit Texten zu erfassen war nicht einfach", kritisiert ein Ratsmitglied. Weil das Treffen schon sehr lange dauerte, wurden auch dabei keine Prioritäten festgelegt. Das soll eventuell bei einem Nachfolgetermin geschehen.

"Im Grunde genommen war vieles, was wir gehört haben, schon Bestandteil der Haushaltsberatungen", zieht ein Politiker als Fazit. Ein anderes Ratsmitglied hat den Eindruck, dass die Sitzung von der Verwaltung zwar akribisch vorbereitet wurde, aber einem anderen Zweck als der Information über Zukunftsprojekte diente: "Die Verwaltung wollte offenbar deutlich machen, dass sie im Baubereich mehr Personal benötigt." Das wäre auch in weniger als vier Stunden möglich geworden, lautet ein bissiger Kommentar.