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Buxtehudes Ex-Stadtbaurat Otto Wicht ist gestorben

Historische WOCHENBLATT-Aufnahme anlässlich der Pesnionierung von Otto Wicht (Foto: WOCHENBLATT archiv/hr)
Der ehemalige Buxtehuder Stadtbaurat hat viel bewirkt

tk. Buxtehude. Otto Wicht ist tot. Der Stadtbaurat a.D. ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Wicht, der von 1966 bis 1994 Stadtbaurat in Buxtehude war, machte bundesweit Schlagzeilen mit der flächendecknenden Verkehrsberuhigung in Buxtehude. Bepflanzte Betonkübel zum Ausbremsen von Rasern brachten dem Stadtbaurat den Spitznamen "Kübel-Otto" ein.
Im März 1966 trat Wicht seinen Dienst als Stadtbaurat an. Buxtehude hatte damals 19.000 Einwohner - heute sind es rund 42.000. In den 28 Jahren seiner Tätigkeit hat Otto Wicht einige der ganz großen Stadtentwicklungen mit angeschoben: Startschuss für die Altstadtsanierung, die Umwandlung des Kasernengeländes für die zivile Nutzung, der Bau der Schulzentren Nord und Süd sind nur einige der großen Projekte.
Drei Mal wurde Otto Wicht als Stadtbaurat wiedergewählt. Nach dem Studium an der Technischen Hochschule Braunschweig kam er über die Stationen Oberpostdirektion Hamburg und Landkreisverwaltung in Detmold an die Este. 1966 wurde er zum ersten Mal als Stadtbaurat vom Rat gewählt, 1970 übernahm er zusätzlich den Posten des allgemeinen Vertreters des Stadtdirektors.
Anlässlich seiner Verabschiedung im März 1994 mahnte Wicht. dass sich ein Stadtbaurat nicht immer nur "nach denen da oben richten soll". Städtebau sei ein soziales Spiegelbild der Gesellschaft.
Was heutzutage wie ein Wunder anmutet, wurde anlässlich seines Abschieds in den Ruhestand auch thematisiert: Die Rotkäppchenschule wurde in nur neun Monaten vom Ratsbeschluss bis zur Schlüsselübergabe errichtet.
Auch als der Stadtbaurat als "Kübel-Otto"seinen Spitznamen weg hatte - Otto Wichts konsequente Verkehrsberuhigung war deutschlandweit ein Vorbild. Wicht erhielt 1989 den Verkerhssicherheitspreis in Gold und 1987 wurde Buxtehude Bundessieger im ADAC-Wettbewerb "Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger".